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DIETACH. Zwischen Tischtennistisch und abgestellten Fahrrädern bastelt Martin Atzwanger in seinem Keller seit fünf Jahren an Modellflugzeugen im Maßstab 1:2,5 – mit seinem neuesten Werk sorgt der Stadlkirchner für Aufsehen.

  1 / 5   In sechs Monaten und rund 400 Arbeitsstunden ist das Modellflugzeug mit einer Spannweite von 5,12 Metern und einem Fluggewicht von 12,5 Kilo entstanden.

Als Abwechslung zum stressigen Alltag hat Atzwanger mit dem Modellbau begonnen und fertigt jedes Jahr in den Wintermonaten ein neues Flugzeug. „Alles möglichst originalgetreu und unter Einsatz der damals üblichen Materialien und Bauweisen“, erzählt der Stadlkirchner, der beruflich als Bauingenieur tätig ist. Zuletzt entstand im Maßstab 1:2,5 die geschichtsträchtige E7 von Gottlob Espenlaub. Im Frühjahr 1927 probierte Espenlaub mit Gerhard Fieseler im deutschen Kassel die ersten Seglerschleppstarts.

Erfolgreicher Erstflug

Knapp 91 Jahre danach gelang Atzwanger mit seinem Modell an einem trüben Winterabend der erfolgreiche Erstflug. Im März war der Stadlkirchner mit seiner E7 bei einer zweitägigen Messe in Kassel zu Gast. „Meines Wissens bin ich der Erste, der die E7 nachgebaut hat“, sagt Atzwanger. Grundlage seiner Modelle sind meist historische Fotos, mit Hilfe von 3D-Ansichten und einfachen Programmen entsteht sein Bauplan. Für die Espenlaub 7 benötigte Atzwanger rund sechs Monate und 400 Arbeitsstunden. Im Keller haben freilich nur die Einzelteile Platz, zusammengebaut und getestet wird im Freien.

Ein Kilo Leim

Der Nachbau dieses geschichtsträchtigen Flugzeuges hat eine Spannweite von 5,12 Metern und 12,5 Kilo Fluggewicht. Rund 100 Rippen und Spanten wurden unter zu Hilfenahme von knapp einem Kilo Leim verarbeitet. „Der Rumpf ist mit 0,4 Millimeter dünnem Fliegersperrholz beplankt, die Flügeln und das Höhenleitwerk mit zwei Millimeter Balsabrettern“, erzählt Atzwanger. Das entsprechende Holz bezieht er bei der Familie Aigner in Grünburg.


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