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DORF AN DER PRAM. Seit Sommer 2017 setzt sich Dorf an der Pram als eine von zwölf Pioniergemeinden in Oberösterreich aktiv für den Bienenschutz ein.

Viele Bienenarten kämpfen ums Überleben. Symbolfoto: Wodicka
Viele Bienenarten kämpfen ums Überleben. Symbolfoto: Wodicka

„Jeder Landwirt weiß um die Wichtigkeit der Bienen Bescheid. Als Bestäuber sind sie in der Landwirtschaft ein nicht wegzudenkender Faktor“, sagt Bürgermeister Karl Einböck aus Dorf an der Pram. Als aktiver Landwirt war und ist es ihm selbst ein großes Anliegen, den Lebensraum der Bienen zu schützen und zu erhalten. Seit 2015 stellen Aschach an der Steyr, Eferding, Neuhofen, Ottensheim, Pucking und Weibern ihre Bienenfreundlichkeit unter Beweis, 2017 folgten Asten, Gallneukirchen, Ottnang, Utzenaich, Vöcklabruck und Dorf an der Pram.

Jeder Bürger kann seinen Beitrag leisten

Derzeit gibt es in Österreich etwa 690 Bienenarten, viele davon kämpfen mit herben Verlusten oder sind sogar vom Aussterben bedroht. Darum begleitet das Bodenbündnis Gemeinden dabei, bienenfreundlich zu werden, indem sie auf Pestizide auf öffentlichen Grünflächen verzichten und diese bienenfreundlich bepflanzen. In Dorf wird die Bevölkerung nicht nur in der Gemeindezeitung über die geplanten Aktionen informiert, sondern auch eingeladen, ihre Hausgärten in kleine Oasen für Bienen und andere Nutztiere zu verwandeln. „Es geht nicht nur um die Bienenvölker der Imker, sondern auch darum, den vielen verschiedenen Wildbienen eine Überlebenschancen und einen Lebensraum zu schaffen“, wissen Einböck und der Bienenbeauftragte der Gemeinde Dorf an der Pram, Gartenbaumeister Hanspeter Söllner.

Erfahrungsaustausch

Bei einer Tagung in Linz in Anwesenheit von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober konnten die teilnehmenden Gemeinden erste Erfahrungen austauschen, sich über die Möglichkeiten bienenfreundlicher Maßnahmen informieren und sich Anregungen für eigene Projekte holen.

Ziel: flächendeckend in ganz Oberösterreich

„Unsere bienenfreundlichen Gemeinden sind Vorbilder und zeigen, dass es auch ohne Umweltgifte geht. Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen“, sagt Anschober, der sich diese Aktion flächendeckend in ganz Oberösterreich wünscht. Insgesamt haben sich bereits 90 oberösterreichische Gemeinden zu glyphosatfreien Gemeinden erklärt.


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