Besatzung von Polizeihubschrauber rettete Kletterer
EBENSEE. Ein verheddertes Seilende verhinderte am Sonntag, 9. Juni, den Abstieg zweier Kletterer aus der Kletterroute „Der Weg zum Glück“ im Bereich Rindbach. Da es den beiden nicht gelang, das Seil zu lösen, mussten sie mittels Helikopter und Tau aus der Wand geborgen werden.

Die Route „Der Weg zum Glück“, die die beiden Wiener, eine 26-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann, gewählt hatten, weist den Schwierigkeitsgrad 5+ auf und verläuft über acht Seillängen und etwa 200 Höhenmeter im Rindbachtal.
Das Paar kletterte gut ausgerüstet die Route bis zum obersten Stand und hatte vor, sich im Anschluss denselben Weg, bis zum Wandfuß, wieder abzuseilen. Hierzu wurden die beiden mitgeführten 60m-Halbseile mit einem Knoten (Sackstich) miteinander verbunden und jeweils durch die doppelt abgesicherten Stand- bzw. Abseilhacken gefädelt. Das Paar seilte sich so gesamt dreimal 35 Meter, von Stand zu Stand, ab.
Seilende verhedderte sich unglücklich im Abseilhaken
Beim sechsten Stand verhedderte sich beim Abziehen das Seilende so unglücklich im verwendeten Abseilhaken, sodass sich das Seil nicht mehr lösen ließ und ein Weiterkommen in Richtung Tal für die beiden Kletterer nicht mehr möglich war. Nach unzähligen missglückten Versuchen der Kletterer das Seil selbstständig zu lösen, entschied sich das Paar schließlich einen Notruf abzusetzen.
Fünfzehn Mann der Bergrettung Ebensee und ein Beamter der Alpinpolizei Gmunden machten sich auf den Weg zu den Kletterern. Außerdem wurde zur Rettung der Polizeihubschrauber aus Linz angefordert. Mit einem variablen Tau gelang es der Besatzung des Polizeihubschraubers, das Paar aus deren auswegloser Situation zu retten und ins Tal zu fliegen. Beide blieben unverletzt.


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