Ebenseer Glöckler und Fetzen brachten Dubai ins Staunen
EBENSEE/DUBAI. Die Vereinigten Arabischen Emirate luden anlässlich ihres 45. Nationalfeiertags Kulturgruppen aus rund 50 Nationen für zehn Tage ein. Ein 24-köpfige Abordnung von Ebenseer Glöcklern und Fetzen vertrat dabei Österreich.

An sechs Tagen galt es, an Paraden an verschiedenen Schauplätzen teilzunehmen, um vor Einkaufszentren ihre Kreise zu ziehen und das Weltkulturerbe aus Ebensee zu präsentieren. „Sinn ist es, der heimischen Bevölkerung die Kultur anderer Nationen näher zu bringen, mit anderen Kulturen zu kommunizieren und Vorurteile abzubauen“, sagt Anni Lichtenegger, Initiatorin des Kulturaustausches.
Die Bad Goiserin versucht seit Jahren das Salzkammergut-Brauchtum den Arabern schmackhaft zu machen (siehe „Zeitreise“-Artikel rechts unten). Beim gemeinsamen Musizieren würden neue Freundschaften geknüpft und ein reger Kulturaustausch finde statt. „Es hat sich wieder bestätigt, dass Musik und Kultur ein perfekter Türöffner sind“, sagt Lichtenegger. Die Menschen in Dubai seien sehr weltoffen, immerhin lebten hier Menschen aus 200 Nationen. Im Gegensatz zu manchen Vorstellungen gebe es hier katholische Kirchen, Hindu- und Buddha-Tempeln.
Spezielle Glöcklerkappe mit „Burj al Arab“-Motiv
Die farbenprächtigen Kostüme der Fetzen sowie die aufwändig gearbeiteten Glöcklerkappen gefielen den Parade-Besuchern so gut, dass die Ebenseer bei einer Umfrage als eine der beliebtesten Gruppen gekürt wurden. Viele Passanten seien am Hintergrund des urigen Brauches interessiert gewesen und hätten nach dem Hintergrund gefragt.
Eigens für Dubai hatten die Glöckler eine Kappe mit dem Motiv des Luxushotels „Burj Al Arab“ angefertigt. Diese und eine Fetzenpuppe übergaben die Ebenseer dann auch als Gastgeschenk den Vertretern des Kulturministeriums. Viel Zuspruch fanden bei den staunenden Passanten auch essbare Fetzenmasken aus Lebkuchen.
Einladung nach Tunesien folgte
Neben den Auftritten stand für die Ebenseer ein ausgiebiges „Sightseeing“ am Programm. „Die Gruppe ist mit so vielen positiven und überwältigen Eindrücken heimgeflogen und es wird noch einige Zeit dauern, um all die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten“, sagt Lichtenegger. Die Brauchtumsvermarkter dürften ziemlich erfolgreich gewesen sein: Es liegen bereits weitere Einladungen zu Veranstaltungen in anderen Ländern vor. Unter anderem wurde man für eine Karnevals- und Brauchtumsveranstaltung im April in Tunesien eingeladen.
Siehe auch: Bildergalerie Fetzen und Glöckler in Dubai


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