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EBENSEE. Die Marktgemeinde Ebendee sieht sich nicht mehr in der Lage die enormen Schwemmholzmengen, die sich nach Unwettern ansammeln, alleine zu bewältigen. 

Fußballfeldgroßer Schwemmholz-Teppich treibt vor Traunmündung. Foto: Hörmandinger
  1 / 4   Fußballfeldgroßer Schwemmholz-Teppich treibt vor Traunmündung. Foto: Hörmandinger

Vom Hochwasser ist Ebensee dieses Mal verschont geblieben, doch nach den schweren Regenfällen Wochenende hat die Traunseegemeinde mit enormen Schwemmholzmengen zu kämpfen, die von der Traun in den Traunsee transportiert wurden. Derzeit treibt ein Schwemmholzteppich, mit der größe eines Fußballfeld vor Ebensee. Durch den Wind wird das Treibholz erfahrungsgemäß ans Ufer geschwemmt. Ein Teil des Holzes wird im See versinken, der Rest wird sich die kommenden Wochen als stinkende Holzrestkloake, vermischt mit Plastik-, Sperrmüll und Tierkadavern, am Seeufer festsetzen. Dadurch werden Schiffsausfahrten erschwert, der Badebetrieb massiv beeinträchtigt und die sukzessive Verlandung weiter vorangetrieben.

Diese Umstände stellen für die touristischen Bemühungen des Ortes eine Katastrophe dar. Zudem verursacht das Schwemmholz einen enormen Arbeits- und Kostenaufwand für die Marktgemeinde. Das im See befindliche Holz gefährdet Boote, Surfer und Kiter. An den intensiv genutzten Uferbereichen werden die Holzmassen in mühsamer Kleinarbeit durch Gemeinde, Bootsinhaber und Anrainer selbstständig und auf eigene Kosten entfernt.

Nach neuesten gesetzlichen Richtlinien kommt der Katastrophenfonds nicht mehr für den indirekt vom Hochwasser verursachten Schaden auf. Bürgermeister Markus Siller sieht sich nicht in der Lage, die Schwemmholzentsorgung durch die Marktgemeinde Ebensee alleine zu bewältigen und hofft auf Hilfe vom Land.


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Roman Lahodynsky
Roman Lahodynsky
05.08.2019 15:15

Kunst mit Holz am See

Schwemmholz ist die falsche Bezeichnung, die Holztrift im Salzkammergut ist schon seit langer Zeit eingestellt. Es handelt sich vielmehr um eine kostenminimierende Kunstinstallation (k.k.). Undankbares Volk - andere Gemeinden müssen für so eine Attraktion viel Geld an Christo zahlen - die Firma öbf-Aktiengesellschaft stellt diese beachtliche Kunstinstallation mühsam Jahr für Jahr zur Ankurbelung des Fremdenverkehrs und Anlockung neuer Gastsegmente den Traunseegemeinden völlig gratis zur Verfügung. Wie lautet der Wahlspruch dieser innovativen Firma? "österreichische Bundesforste (ich ergänze den Namen des bescheidenen Künstler wahrheitsgemäß: bf- Aktiengesellschaft), wo die Natur zu Hause ist"!


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