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EBENSEE. Der Feuerkogel-Pionier Robert Heissl blickt im Tips-Interview auf seine wunderbare Zeit am „Sattl“ zurück. 

Robert Heissl kennt den Feuerkogel so gut wie seine Westentasche. Fotos: Hörmandinger
Robert Heissl kennt den Feuerkogel so gut wie seine Westentasche. Fotos: Hörmandinger

Seit seiner Geburt ist der Ebenseer Robert Heissl eng mit dem Feuerkogel verbunden. Seine Eltern wohnten damals am 1.592 Meter hohen Hausberg der Ebenseer und betrieben dort eine Schischule und den Stangenlift auf den Steinkogel. Sein Vater hatte den Lift im Jahr 1937, also zehn Jahre nach der Erschließung des Feuerkogels durch die von Rudolf Ippisch erbaute Seilschwebebahn, installiert. Eine einfache Holzstange, mit Ketten am Förderseil befestigt, das Ganze im Pendelbetrieb. Was heute simpel klingt, war vor gut 80 Jahren eine Sensation. „Endlich Schifahren ohne schweißtreibendes Treten und es konnten bereits bis zu sechs Personen pro Fahrt bergwärts befördert werden“, erzählt der 82-Jährige

Touristischer Aufschwung

Die Seilbahn und die Schilifte waren das Startsignal zum touristischen Aufschwung des Feuerkogels. Von 1937 bis 1957 beförderte der einfache Stangenlift 1,2 Millionen Schifahrer auf den Steinkogel. Im Jahr 1967 übernahm Robert Heissl den Liftbetrieb von seinem Vater und erwarb zudem das Berghotel Feuerkogel neben der Bergstation und gestaltete damit den Aufschwung mit. Die 60er- und 70er-Jahre waren somit für den „Sattl“, wie der Feuerkogel von den Einheimischen auch genannt wird, eine regelrechte Blütezeit. Im Sommer ein allseits beliebtes Ausflugs- und Wanderziel, im Winter der oberösterreichische Schiberg schlechthin.

Übernahme durch Land

Bis zu 20 Schulschikurse und rund 12.000 Nächtigungen pro Wintersaison allein im Berghotel waren keine Seltenheit. Von diesem Aufschwung profitierten auch weitere Gasthöfe und Beherbergungsbetriebe, die am Feuerkogel ansässig waren. Im Jahr 1985 übergab Robert Heissl schlussendlich seine Betriebe an das Land Oberösterreich bzw. an die Seilbahnholding. Wenn Robert Heissl heute mit 82 Lenzen und als aktiver Pensionist – er ist seit 26 Jahren außerdem als „Mädchen für alles“ von der Pistenpräparierung bis zum Parkplatzdienst am Kasberg im Einsatz – einen Blick auf den Feuerkogel wirft, erfüllt ihn das mit Freude. „Es ist schön zu sehen, wie der Sattl heute dasteht. Die Investitionen haben sich gelohnt. Die neuen Gondeln sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch modernst und gästefreundlich ausgestattet. Im Winter hat sich der Feuerkogel als Familien-Schigebiet etabliert. Mich fasziniert immer wieder die winterliche Panorama-Aussicht vom Berg über den Traunsee bis hin zum Traunstein. Das gibt's nur in Ebensee“, schwärmt Heissl.


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