SP-Landtagsabgeordnete Sabine Promberger kritisiert Debatte über Obergrenzen für Flüchtlinge
EBENSEE. SP-Landtagsabgeordnete Sabine Promberger sieht Obergrenzen-Debatte als Populismus. Die zuständigen Politiker sollten verstärkt die Fluchtursachen bekämpfen.

„Das nützt den Rechten und löst das Problem nicht!“, äußert sich die Ebenseer SP-Landtagsabgeordnete Sabine Promberger kritisch zur aktuellen Diskussion um Asyl-Obergrenzen. „Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Vertreibung oder politischer Verfolgung sind, haben ein Recht auf Schutz! Was es endlich brauchen würde, sind Lösungen, die diesen Namen auch verdienen – nicht bloß Notlösungen, die ethisch nicht vertretbar, juristisch problematisch und auf Dauer wenig zielführend sind“, so Promberger. Es müssten Pläne entwickelt werden, die in den Kriegs- bzw. Krisenregionen ansetzen – etwa durch die Einrichtung von Schutzzonen – und dabei auch Russland und der Iran eingebunden werden.
Ein zentraler Punkt sind auch ausreichende Mittel für internationale Hilfsprogramme, denn mit ein Grund für die Flucht aus Kirsengebieten sei, dass dort u.a. die Nahrungsmittel knapp würden. Die Aussichtslosigkeit auf eine Rückkehr in ihre Heimat raube den Schutzsuchenden jede Perspektive und solange keine Möglichkeit zur legalen Einreise bestehe, werde die organisierte Schlepperei wieder aufflammen. “Anstatt populistischer Asyl-Obergrenzen, deren Durchsetzung nicht einmal ansatzweise geklärt ist, sollten wir uns in Österreich auf Maßnahmen wie Deutschkurse, Integration in den Arbeitsmarkt sowie Unterstützung in den Schulen konzentrieren. Auch während des Jugoslawienkrieges haben Lehrerinnen und Lehrer aus den Krisengebieten in den Schulen mitunterrichtet. Seien wir ein Vorbild und zeigen wir, wie eine Gesellschaft funktioniert, in der Offenheit, Toleranz, und Gleichberechtigung mehr als bloß Schlagworte sind!“, appelliert Promberger.


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22.01.2016 13:52
Kritik Populismus
Servus Sabine, also, mir wird schlecht: ist es nicht genau deine Partei, die auf der ganzen Linie ein Vorreiter des Populismus ist? Hat nicht die SPÖ das Billdungs- und Sozialsystem an die Wand gefahren, die hohe Arbeitslosigkeit tatkräftig mit verbrochen und jetzt sollten nach deiner Forderung da auch noch Flüchtlinge mitmischen dürfen? Wird sich die Arbeitsmarktsituation dadurch automatisch verbessern? Die Exekutive ist beinahe zu Tode gespart ( Polizei und Bundesheer) und gleichermassen stellst du auf deiner HP die Forderung für besseren Schutz der Frauen vor Gewalt? Dies sind ebenso leere Phrasen wie von deinen Genossinnen und Genossen auf Bundesebene. Besuche mal für ein paar Wochen ein Land, in denen Leute aus den klassischen Fluchtdestinationen ihr Geld verdienen ( arabische Halbinsel, Zambia, Südafrika, z.B.) schau dich aber nicht am Strand, sondern in Firmen um, wo die beschäftigt sind und du wirst einen unüberwindbaren Mentalitäts- und Auffassungsunterschied erkennnen, den wir in keinster Weise an mitteleuropäischen Gebrauchsstandard anpassen können, nicht in zwei Generationen, nicht mit meinem Geld. Du hast doch ein grosses Haus mit schöner Wiese für Zelte? Bitte unterlass´diesen sinnlosen Zwergenaufstand, habt euch mehr als genug Geld von uns genommen, jetzt mal her mit euren Mäusen und arbeitet so, wir Die das wollen, die ihr ja vertreten solltet. Schönen Gruß, Christian Lahnsteiner, Roith