Ebenseer Großbaustellen mit Aussicht
EBENSEE. Der Salinenort kann sich über zu wenig Herausforderungen nicht beschweren. Der Neubau der Traunbrücke und der Bau des neuen Schulzentrums sind nur zwei davon. „Tips“ sprach mit Bürgermeister Markus Siller über aktuelle Themen.

Tips:Seit über eineinhalb Jahren ist die Hauptbrücke über die Traun gesperrt. Ein neuer Steg zwischen Altenheim und Kaiserpark soll noch vor dem Baubeginn der neuen Hauptbrücke errichtet werden. Von einem Baustart ist aber noch nichts zu sehen?
Siller: Wir sind mit Volldruck dahinter, die Planungbüros arbeiten natürlich daran. Unerwartet hohe Angebote nach der ersten Ausschreibung für den Traunsteg haben aber eine neuerliche Ausschreibung notwendig gemacht. Die Kosten konnten so reduziert werden. Die Finanzierung muss natürlich mit dem Land als wesentlichen Geldgeber abgestimmt werden. Die Arbeitsaufträge sollen noch Ende September vergeben werden. Mit der Fertigstellung rechnen wir bis zum Sommer 2018. Dann kann der Bau der Hauptbrücke begonnen werden.
Tips: Warum dauert es aber derart lange?
Siller: Es ist völlig normal, dass die Planung nach der „Diagnose“ mindestens 1,5 Jahre dauert. Normalerweise bleiben die Brücken in Betrieb, daher wird die Dauer der Vorbereitungszeit in der Öffentlichkeit meist nicht wahrgenommen. Im Falle der gesperrten Hauptbrücke ist das natürlich anders.
Tips:Ein historisches Bauprojekt ist die Errichtung des neuen Schulzentrums. Wie schaut es mit dem Einhalten des Kostenrahmens und des Zeitplans aus?
Siller: Bei der Modeschule hat sich das Sanierungsausmaß ständig erweitert. Dennoch ist es gelungen, dass die Modeschule rechtzeitig zum Schulbeginn vereint auf einem Standort in einem modernen Gebäude ihren Betrieb wieder aufgenommen hat. Jetzt freue ich mich auf die Schlussphase der Arbeiten. Die Neue Mittelschule und die Landesmusikschule werden spätestens im Herbst 2018 starten.
Tips: Was bedeutet das neue Schulzentrum für Ebensee?
Siller: Eine Investition in diesem Ausmaß – immerhin ein 15 Millionen Euro-Projekt – hat es für die Gemeinde bisher nicht gegeben. Es ist die größte öffentliche Baustelle im Inneren Salzkammergut. Man sieht, was gelingen kann, wenn man sich im Ort einig ist und es keine Quertreiber gibt. Für mich ist es ein klassisches Beispiel für ein gutes Miteinander.
Tips: Dennoch hört man immer wieder Gerüchte von einem vorzeitigen Rücktritt oder Amtsmüdigkeit. Was sagen Sie dazu?
Siller: Mich ärgern solche böswillig gestreuten Gerüchte. Ich habe vor der Wahl versprochen, mich die kommenden Jahre mit voller Kraft für Ebensee einzusetzen und das werde ich auch einhalten. Mein Ziel ist es, Einigkeit im Ort über die wesentlichen Herausforderungen zu erzielen. Nur so können wir für Ebensee möglichst viel erreichen.
Tips: Was sind die nächsten geplanten Projekte?
Siller: Ein rascher Baustart für das FF-Depot Langwies, das Hochwasserprojekt Rindbach, das Ortsbild im Zentrum, ein Gesamtkonzept für das Neuplanungsgebiet Langbathsee und, und, und ... Arbeit gibt es jedenfalls mehr als genug.


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