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Schartner Bauern feiern den Beginn der Kirschenernte mit einem großen Fest

Nora Heindl, 16.06.2015 07:00

SCHARTEN. Zum Saisonstart der Kirschenernte organisieren die Obstbauern alljährlich ein Kirschenfest. Beim diesjährigen Fest am Sonntag, den 21. Juni, bei der Familie Steiner in Roitham 2 verwöhnen die Schartner Bauern mit erntefrischen Kirschen, Mehlspeisen und anderen Köstlichkeiten rund um die Kirschen. Die Besucher können sich über den Kirschenanbau informieren und die bäuerlichen Veredelungsprodukte verkosten.

Kirschen schmecken Jung und Alt.
  1 / 3   Kirschen schmecken Jung und Alt.

Die Fachschule Mistelbach präsentiert Marmelade Variationen, die Imker informieren über ihr Handwerk und bieten ihre Produkte an. Darüber hinaus erwarten die Besucher verschiedene Handwerksprodukte wie Blumen- und Filzhandwerke sowie Keramikobjekte.

Ein alljährliches Highlight ist die „Obst-Hügel-Land-Meisterschaft im Kirschkern-Weitspucken“. Der derzeitige Obst-Hügel-Land-Rekord liegt übrigens bei 14,2 m. Den Kindern steht ein buntes Programm zur Verfügung mit Ponyreiten, Kinderschminken etc. Außerdem können die Besucher die OÖ. Naturparke-Ausstellung „A schens Platzl“ besichtigen.  

Kirschen aus der Naturparkgemeinde SchartenDie Kirschen aus dem größten Obstgarten Oberösterreichs überzeugen durch hohe Qualität und besten Geschmack. Der traditionelle Kirschenanbau in der Naturparkgemeinde Scharten, der die klein strukturierte Landschaft über Oberösterreich hinaus bekannt gemacht hat, erlebt eine neue Blüte. Insgesamt werden auf rund 40 Hektar heimische Kirschen angebaut, der Großteil davon sind moderne niederstämmige Kirschenkulturen. Durch das stetige Ansteigen der Anbaufläche positioniert sich die Region Scharten auf der oberösterreichischen Genusslandkarte als die Kirschregion. Die Genuss-Region „Buchkirchner-Schartner Edelobst“ und „Genussland Oberösterreich“ sind Partner in der Vermarktung.

„Die Scharten ist der Obstkorb des Landes, die Kirschen aus der Region stehen für Geschmack, knackige Frische und beste Qualität“, betont Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, und weiter: “Der traditionelle Anbau in der Naturparkgemeinde, der die kleinstrukturierte Landschaft über Oberösterreich hinaus bekannt gemacht hat, erlebt eine neue Blüte.“ „Nirgendwo findet man das Steinobst so konzentriert wie in der Region rund um die Scharten“, erklärt Hiegelsberger. „Es geht um ein klares Profil mit Wertschöpfung für die heimische Landwirtschaft: Die Bäuerinnen und Bauern und die regionale Wirtschaft sind bemüht, den Konsumentinnen und Konsumenten neben hochwertigem Edelobst auch ein Naturerlebnis in reizvoller, einzigartiger Landschaft zu bieten.“

Der Ab-Hof-Verkauf hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Ab Mitte Juni sind die süßen, saftigen und knackigen Früchte direkt bei den Landwirten oder im Handel erhältlich. Die Kirschensaison erstreckt sich auf insgesamt 6 bis 8 Wochen. Eine Liste mit 11 Schartner Kirschenbetrieben ist unter http://www.obsthuegelland.at/ verfügbar.

Kirschen: Wenige Kalorien, viele VitamineKirschen sind reich an Beta-Carotin, Vitamin C und Kalium. Die Vitamine der Kirschen stärken das Immunsystem, das Kalium der Kirsche fördert Herz und Kreislauf. Die roten Steinobstfrüchte enthalten durch ihren hohen Wasseranteil von rund 80 Prozent gerade einmal 60 Kilokalorien pro 100 Gramm. Kirschen sind also ideal für gesundheitsbewusste Naschkatzen. 

Aktuelle Herausforderungen im KirschenanbauNeben extremen Witterungseinflüssen (starker Regen, Hagel, Trockenheit etc.) stellen verschiedene Schädlinge die Kirschenbauern vor Herausforderungen. Während etwa die Kirschfruchtfliege im konventionellen Kirschenanbau relativ gut zu bekämpfen ist, macht die mittlerweile auch in Oberösterreich vermehrt auftretende Kirschessigfliege den Obstbauern Sorgen. Die Kirschessigfliege ist imstande enorme Schäden bei Kirschenkulturen, beim Beerenobst aber auch im Weinbau anzurichten. Derzeit gibt es kaum wirksame Möglichkeiten zur Bekämpfung. Das Aufstellen von Fallen und die Einnetzung der Kirschenkulturen zeigen aktuell den besten Erfolg gegen die Kirschessigfliege. Jedoch ist das Anbringen von Netzen mit erheblichen zusätzlichen Investitionskosten für die Kirschenbauern verbunden. Die Einnetzung von Kirschenkulturen beeinträchtigt das Landschaftsbild während der Kirschensaison, sie ist jedoch erforderlich um auch in Zukunft hochqualitative, heimische Kirschen für den Handel und den Ab-Hof-Verkauf produzieren zu können.


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