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ALKOVEN. Die neue Ausstellung „Am Rande des Wienerwalds. Der Lebensborn in Feichtenbach“ im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Alkoven erinnert an das Entbindungsheim des NS-Regimes. Eröffnet wird sie heute, 7. März, um 16 Uhr, begleitet von einem Vortrag, einer Videopräsentation und einem Podiumsgespräch zum Dokumentations-Tanztheater „Prélude:LEBENSBORN“.

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist ein Ort der Geschichte. (Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim)

Die vom „Lebensborn“-Verein eingerichteten Heime, wie das Heim Wienerwald, sollten Schwangerschaftsabbrüche unverheirateter Frauen verhindern. Sie dienten der rassistischen Bevölkerungspolitik des NS-Regimes: Aufgenommen wurden nur schwangere Frauen, die den Vorstellungen der SS entsprachen. Der „Lebensborn“ unterstützte diese Frauen auch finanziell. Unter dem Vorwand sozialer Fürsorge versuchte er zudem, sie im Sinne der SS-Ideologie zu beeinflussen und Kontrolle über die Erziehung ihrer Kinder zu gewinnen. Während das NS-Regime im „Lebensborn“-Heim Wienerwald „rassisch“ erwünschte Geburten förderte, führte es gleichzeitig gezielte Euthanasie-Maßnahmen durch, unter anderem im Schloss Hartheim. Die beiden Einrichtungen des NS-Regimes wurden für unterschiedliche Zwecke geschaffen, waren jedoch durch die Ideologie der nationalsozialistischen Rassen- und Bevölkerungspolitik sowie eugenische Überlegungen miteinander verbunden.

Die Wanderausstellung ist bis 21. April in der Sala terrena im Schloss Hartheim zu sehen. Sie wird durch eine Audio-Installation zu den Verbindungen zwischen „Lebensborn“ und NS-Euthanasie sowie eine Video-Installation der Künstlerin Marlene Müller-Wanzenböck ergänzt.


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