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EFERDING. Die Modernisierung des Bahnhofs Eferding beziehungsweise eine Anbindung für den Personenverkehr nach Aschach sind immer wieder Thema. Nicht zuletzt aufgrund der Landesausstellung 2022. Von Seiten der ÖBB gibt es gerade im Bezug auf den Umbau des Bahnhofs aber keine konkreten Pläne.
 

Die SPÖ machte im Rahmen ihrer Kampagne „Würdige Arbeit“ am Eferdinger Bahnhof Station, denn „zu würdiger Arbeit gehört auch, dass man in einer vernünftigen Zeit zu seinem Arbeitsplatz kommt“, so Klubobmann LAbg. Christian Makor (SPÖ). Die LinzerLokalbahn (LILO) sei dahingehend als Erfolgsmodell zu nennen. Lagen die Fahrgastzahlen im Jahr 2000 noch bei 700.000, nutzen heute über zwei Millionen die LILO.

Modernisierung gefordert

Einmal mehr ein Thema war der Bahnhof Eferding selbst, der sich in Besitz der ÖBB befindet und einen wichtigen Knotenpunkt mit der LILO darstellt. Spätestens seit Terminfixierung der Landesausstellung 2022 in Eferding besteht der Wunsch der Modernisierung. Es gehe dabei aber nicht nur um die Optik. LILO-Betriebsratsvorsitzender Günter Schwarzbauer verweist auf das Behindertengleichstellungsgesetz, das mit 2015 hätte erledigt sein sollen: „Wenn jemand mit einem Rollstuhl kommt, muss er ohne Hilfe einsteigen können.“ Genauso würden barrierefreie Einstiege auch bei Kinderwägen, älteren Personen und Kindern helfen. „Wir wollen die Landesausstellung 2022 gar nicht als Deadline nennen, jeder Tag an dem mit der Modernisierung begonnen wird, ist recht“, ergänzt SPÖ-Bezirks­parteiobmann Erich Pilsner, schließlich sei der Bahnhof eine Visitenkarte einer Region.

Auch Severin Mair (ÖVP) hofft auf eine baldige Modernisierung. „Als Bürgermeister von Eferding muss ich klar sagen, dass ein Sanierung dringend notwendig ist. Schotterbahnsteige sollte man in den Geschichtsbüchern finden und nicht am Bahnhof Eferding! Sicherheitstechnisch ist der veraltete Stand der Technik sogar für Laien leicht erkennbar und offensichtlich.“ Seit Jahren würde auf die Zustände hingewiesen werden. Vom Aufsichtsrat der LiLo, in dem Mair seitens der Stadtgemeinde vertreten ist, wurde soeben eine Broschüre herausgebracht, die auf die gewünschten Maßnahmen hinweist.

Von Seiten der ÖBB Infrastruktur AG wird darauf verwiesen, dass es aktuell keine konkreten Pläne zum Umbau gebe, auch nicht im Hinblick auf eine 2022 stattfindende Landesausstellung. Zum sicherheitstechnischen Aspekt wird erwähnt, dass durch die Regelung der betrieblichen Abwicklung eine sichere Erreichbarkeit der Bahnsteige für die Reisenden gewährleistet sei.

Seitens des Landes OÖ wird darauf verwiesen, dass die ÖBB als Eigentümer allein für die Modernisierung zuständig sind, diverse Themen aber bereits angesprochen worden seien. Es gebe aber keine konkrete Zusage für Sanierungsmaßnahmen, Infrastruktur-Landesrat Günter Steinkellner sei aber dahinter.

Weiterführung nach Aschach

Ein weiteres Thema war die Anbindung des Personenverkehrs von Eferding nach Aschach, die Strecke befindet sich ebenfalls im Eigentum der ÖBB. Diese könnten die LILO nach einer Übernahme durch das Land OÖ mit verhältnismäßig geringfügigem Aufwand übernehmen und ausbauen. „Die Pläne dafür liegen seit längerem am Tisch und gehören endlich umgesetzt“, so Pilsner. Die Einbindung sei nicht nur für Touristen interessant, sondern auch für Pendler. „Vor allem die, die vom Mühlviertel kommen, könnten bei entsprechender Infrastruktur in Aschach auf die Bahn umsteigen und von dort nach Wels oder Linz fahren“, ergänzt Pilsner.

„Die Einbindung der Aschacherbahn in die Linzer Lokalbahn ist ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme, die ich nur unterstützen kann“, so Bürgermeister Mair. Seitens der Stadtgemeinde Eferding ist in Eferding Nord sogar ein Grundstück für den möglichen Bau einer Haltestelle vorgesehen.

Von Seiten der ÖBB wird bestätigt, dass es Gespräche mit dem Land OÖ zur Übernahme der Strecke gibt. Auch seien die Überlegungen zu einem Personenverkehr nach Aschach erwähnt worden. Jedoch würden keine konkreten Umsetzungsszenarien beziehungsweise Zeiträume vorliegen und nach Wissen der ÖBB sei auch die Entscheidung innerhalb des Landes noch nicht abschließend getroffen worden. Vor diesem Hintergrund trachte man danach, Investitionen zu vermeiden, die bei einem potenziellen Entwicklungsszenario des Landes OÖ möglicherweise „falsch investierte Steuergelder“ wären.

Von Seiten des Landes sind die Kosten für eine Übernahme in Prüfung. Für eine Umsetzung sei derzeit aber zu wenig Budget im Verkehrsressort vorhanden.


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