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125 Jahre im Dienst für Menschen: GSI feierte Jubiläum im Institut Hartheim in Alkoven

Nora Heindl, 29.10.2017 12:05

ALKOVEN. Dass es wichtig ist, auf das Wohl des Nächsten zu schauen und Hilfe zu geben, wo sie gebraucht wird, war die zentrale Botschaft der Feier der GSI am vergangenen Freitag. Die Gesellschaft für Soziale Initiativen hat in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste ihr 125-jähriges Jubiläum im Institut Hartheim gefeiert.

Grundsteinlegung Foto: GSI
  1 / 5   Grundsteinlegung Foto: GSI

Gegründet, um Menschen in Not zu helfen und eine Einrichtung für kognitiv und mehrfach beeinträchtigte Menschen aller Altersstufen zu schaffen, hat sich die GSI zu einer der Säulen des Sozialwesens in Österreich entwickelt.

Bischof Manfred Scheuer und Superintendent Gerold Lehner wiesen beide in ihren Ansprachen darauf hin, wie zentral die Botschaft der Nächstenliebe gerade heute in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen ist. Jeder einzelne müsse sich die Frage stellen, welchen Weg er gehen und in welcher Weise er seinen Mitmenschen begegnen will. Es sei die Entscheidung zwischen offener, positiver versus restriktiver, exklusiver Lebenseinstellung.

Cecily Corti, Obfrau des 2003 gegründeten Vereins „Vinzenzgemeinschaft St. Stephan“ und Leiterin des VinziRast-CortiHauses, einer Notschlafstelle für wohnungslose Menschen in Wien, betonte, man dürfe in der Begegnung mit Menschen nicht „verurteilen, nicht urteilen und nichts erwarten“. So könne Beziehung auch unter schwierigen Bedingungen gelingen.

1892 unter dem Namen Oberösterreichischer Landeswohltätigkeitsverein gegründet, ist die GSI einer der ältesten Sozialvereine in Österreich. Der Verein ist Träger und Eigentümer des Institutes Hartheim, der Einrichtung „Schön für besondere Menschen“ und weiterer sozialer Institutionen, darunter die NOAH Sozialbetriebe. Der Verein, der es sich auch heute zur Aufgabe macht, „für Menschen in schwierigen Lebenssituationen da zu sein und ihnen Unterstützung anzubieten“, bemüht sich um innovatives Vorgehen und flexibles Reagieren auf soziale Notlagen. Obmann Wolfgang Schwaiger dazu: „Bei all unserem Tun steht der Mensch im Mittelpunkt. Für andere da zu sein, ist uns ein wichtiges Anliegen.“ Schwaiger konnte zahlreiche Ehrengäste zum Festakt begrüßen. Darunter auch Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer, Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer und Altbischof Maximilian Aichern.

Aus Anlass des Jubiläums ist die Festschrift „Option Lebensvielfalt“ im Wagner Verlag erschienen. Darin werden die wechselvolle Geschichte der GSI seit ihrer Gründung im Jahre 1892 dargelegt und die Einrichtungen der GSI vorgestellt. In Interviews kommen Klienten und Mitarbeiter der Einrichtungen sowie Mitglieder des Vereines zu Wort und schildern ihre Eindrücke zum Wirken der GSI.


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