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Auf dramweida erzählen Michi, Simon und Loco vom Leben im größten Wohnzimmer: der Welt

Nora Heindl, 03.08.2018 14:05

HARTKIRCHEN/FELDKIRCHEN. Einfach seine Sachen packen und in die Welt hinaus ziehen - wovon viele nur reden, hat Michaela Huemer (29) aus Hartkirchen in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit ihrem Freund Simon Leibetseder (31) aus Feldkirchen ist sie seit Oktober 2017 auf Abenteuersuche.

Foto: Privat
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Tips:Alles stehen und liegen zu lassen ist sicher nicht leicht. Was hat euch angetrieben?

Michaela: Wir wollten mal was anderes machen. Schon länger hatten wir, unabhängig voneinander, den Traum unsere Welt zu entdecken. Auch unsere Vorlieben wie Bergsteigen, Klettern, Paragleiten und andere Lebensweisen und Kulturen kennenlernen, wollten wir in den Vordergrund stellen. So kam es im Februar 2017 zum Kauf unserer Kuuuh und nach acht Monaten Umbauphase starteten wir in unser neues Leben.

Tips:Eure Kuuuh? Klingt nicht nach einem gewöhnlichen Auto.      

Michaela: Unsere Kuuuh ist ein 42 Jahre alter Steyr-Puch Pinzgauer, vom österreichischen Bundesheer. Wir nennen unser Zuhause lieblicherweise Kuuuh, weil Pinzgauer eine Kuhrasse ist. Und ja stimmt, es ist kein gewöhnliches Auto, das dadurch für viele freundliche Gesichter auf der Straße sorgt.

Tips:Mit dabei ist auch euer Hund. Stellt einen das Zusammenleben auf doch eher beengtem Raum nicht auch vor Herausforderungen?

Michaela: Natürlich! Loco begleitet uns seit Portugal auf unserer Reise. Anfangs war es natürlich eine Umstellung für uns, die 4,5 Quadratmeter Wohnfläche nochmals zu teilen, aber die Freude überwiegt eindeutig. Man merkt schnell, mit wie wenig Platz und Sachen man im Leben auskommt, dafür haben wir das größte Wohnzimmer: die Welt.

Tips:Wo hat euch die Reise bisher hingeführt?

Michaela: Von Österreich ging es über die Schweiz nach Italien, Frankreich bis nach Spanien. In Spanien haben wir beschlossen auch noch nach Afrika überzusetzen. In Marokko verbrachten wir dann fast zwei Monate. Über Portugal, Spanien, Frankreich, Schweiz und Deutschland ging es dann wieder zurück nach Österreich. Da wir bereits vorher schon viel gereist sind und in anderen Ländern gelebt haben, konnten wir die jeweiligen Länder und Kulturen richtig genießen.

Tips: Und wo soll es als nächstes hingehen?

Michaela: Wir sprechen schon länger darüber Südamerika zu bereisen. Besonders reizen uns dort die Berge und die indigenen Kulturen.

Tips: Gibt es ein Erlebnis, an das ihr euch noch lange erinnern werdet?

Michaela: Da fällt mir gleich der Abstieg vom höchsten Berg der Pyrenäen, dem Pico de Aneto, ein. Ich rutschte in einer steilen, vereisten Rinne aus. Schnell ging es bergab, direkt auf einen teils gefrorenen Bergsee zu. Nach etwa 20 Metern fand ich mit dem Steigeisen zum Glück wieder Halt. Dieses Erlebnis ist uns besonders in Erinnerung geblieben und natürlich als wir Loco das erste Mal gesehen haben.

Tips:  Schaut ihr manchmal auch bei euren Familien vorbei?

Michaela: Die ersten sieben Monate waren wir durchgehend im Ausland. Seit zwei Monaten sind wir wieder in Österreich und schauen auch ab und zu Zuhause vorbei, bevor es für uns wieder weiter weg geht.

Tips:Was vermisst ihr am meisten, wenn ihr unterwegs seid?

Michaela: Familie und Freunde und das gute österreichische Brot.

Tips:Was bringt die Zukunft für euch?

Michaela: Wir erfüllen uns unseren Traum endlich nachhaltig unterwegs zu sein. Wir werden unsere Kuuuh mit Ende diesen Jahres auf Elektroantrieb umrüsten. Mit eigens produziertem Strom aus einer Photovoltaikanlage wird sich unsere Reiseart stark verändern. Der erste elektrisch angetriebene Pinzgauer.

Auf www.dramweida.com kann man die beiden auf ihrer Reise begleiten.


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