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SASIA-News: Brigitte und Josef Elsener besuchten ihr Hilfsprojekt in Benin/Westafrika

Nora Heindl, 25.09.2018 08:05

ASCHACH/DONAU/BENIN. Mit ihrem Hilfsprojekt „Sasia – support a school in africa“ kämpfen Brigitte und Josef Elsener seit 16 Jahren für ein besseres Leben für vor allem Kinder und Frauen in Benin. Um den Fortschritt laufender Projekte zu begutachten und neue Ziele festzusetzen, machten sich die Aschacher wieder auf nach Westafrika.

Eine neue Frauengruppe in Porto Novo. Foto: Elsener
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„Das Hauptaugenmerk dieser Reise lag auf der Weiterbildung von Primarschulpädagogen, die die Kinder zum Teil noch mit Methoden aus der Kolonialzeit unterrichten“, erzählt Brigitte Elsener. In einem Dreitages-Workshop erlernten die Teilnehmer des Collège Espoir in Comé autodidaktische Maßnahmen zur Vertiefung der Lernziele. Ein wichtiges Thema war auch das Lehrer-Eltern-Gespräch, das bis dato nicht stattfand und das so auch nicht bekannt war. „Wichtig war uns auch die Aufklärung über Strafmaßnahmen etwa bei der Nichterfüllung der Aufgaben. In Benin wird diese  immer noch mit Anschreien, Schlägen oder mehrmaligem Abschreiben eines Textes geahndet. Unser Ziel war es, den Pädagogen zu vermitteln, dass jedes Kind eine Würde besitzt, lernfähig und kreativ ist. Sich persönlich äußern zu dürfen, sollte in einer guten Lehrer-Schüler-Beziehung selbstverständlich sein“, erzählt die Aschacherin, die diesen Workshop leitete.

Treffen mit Patenkindern

Ein Fixpunkt der Reise war der alljährliche „journée de solidarité“, das Treffen mit den Patenkindern. Neben den Gesprächen mit den Kindern ist bei den Evaluierungen der Projekte die teils reduzierte Motivation der Kinder und auch der Elternteile bzw. Verwandten zu Tage getreten. „Der größte Teil der Patenkinder arbeitet fleißig und zwar deshalb, weil auch die Verwandtschaft des Kindes dahintersteht. Ein kleiner Teil jedoch, und das hat sich in den Gesprächen herausgestellt, glaubt, dass der Schulbesuch genügt, um später einen Beamtenposten zu ergattern“, erklärt Josef Elsener. Nach intensiven Gesprächen sei es aber zum Glück gelungen, die schwachen Schüler zu bewegen, es noch einmal zu versuchen oder auf einen Beruf umzusteigen. „Bei einigen Patenkindern müssen wir aber noch auf das Ergebnis der Abschlussprüfungen warten, da sich das Schuljahr aufgrund von Streiks bis August dahingezogen hat“, so der Aschacher.

Neue Frauengruppe gegründet

Sehr gut laufen die Frauenprojekte. Das Ehepaar schaute bei einer Schulung zur Seifenproduktion vorbei. „Die Seifen werden auf dem Markt verkauft und sind so konzipiert, dass sie zur Körperpflege wie zum Wäschewaschen und Putzen gebraucht werden können“, erklärt Brigitte Elsener. Einige Frauengruppen in Porto Novo und in der Umgebung von Comé machen in jeder Hinsicht Fortschritte und finden großes Interesse. So konnte eine neue Frauengruppe in Dowa, einem Stadtteil von Porto Novo, gegründet werden. Die 30 Frauen werden unter anderem mit einem Alphabetisierungskurs unterstützt.

„Im Großen und Ganzen kann der Arbeit vor Ort unter der Leitung von Dr. Sovoessi ein großes Lob ausgesprochen werden. Er kümmert sich mit seiner Staff um die verschiedenen Projekte, pflegt den

Austausch mit den Patenkindern, deren Elternteilen bzw. Verwandten und Schulen und organisiert das Jahr hindurch Workshops und Seminare für die Frauen- und Jugendgruppen“, zeigt sich das Aschacher Ehepaar zufrieden.


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