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EFERDING. Ein Reisfeld mitten in Eferding hat Gerhard Uttenthaller in diesem Jahr angepflanzt. Im Gespräch mit Tips erzählt er über die Herausforderungen und zukünftige Ideen. 

Gerhard Uttenthaller in seinem Reisfeld in Eferding. Fotos: LHackl
  1 / 2   Gerhard Uttenthaller in seinem Reisfeld in Eferding. Fotos: LHackl

Die wichtigste Frage im Reisanbau lautet: Trocken- oder Nassanbau? „Trocken“, meint Gerhard Uttenthaller. Die alternative Methode der bekannten unter Wasser stehenden Reisterrassen sei zwar für viel höhere Erträge bekannt, jedoch sei die Pflanze eher mit Schwermetallen belastet. Uttenthaller baut in Eferding ansonsten meistens klassisch Getreide an, der Reis war ein erster Versuch in diesem Jahr. „Ich habe jemanden aus Marchtrenk kennengelernt, der mit Reis experimentiert und konnte mich an diesen Erfahrungen bereichern“, erzählt der Landwirt. In Österreich wachsen nur bestimmte Sorten, es sind zumeist osteuropäische Züchtungen. Seine Sorte ist ein mittelkörniger Risottoreis, der später gut zu Milchreis verarbeitet werden kann. Das Saatgut musste Uttenthaller während der Hochphase der Corona-Beschränkungen von Ungarn nach Österreich bringen. Der Boden für den Reisanbau darf nicht zu schwer und nicht zu leicht sein.

Enormer Unkrautdruck

Ein Nachteil am Trockenanbau von Reis ist der enorme Unkrautdruck. „Da habe ich gleich am Anfang Fehler gemacht“, so Uttenthaller, „Dadurch sind Teile des Feldes so verunkrautet, dass ich sie häckseln musste“. Etwa 8000 Quadratmeter sind übriggeblieben, von ihnen erwartet sich der Landwirt im September etwa 700 Kilo Reis. „Beim Nassanbau kann von bis zu 6.000 Kilogramm pro Hektar ausgegangen werden“, erzählt der Tüftler.

Idealer Reissommer

Die feuchten Monate wirkten sich positiv aus. „Es war ein idealer Reissommer, ich musste nicht bewässern“, erzählt Uttenthaller. Die Ernte der goldgelben Rispen erfolgt mit speziellen Maschinen, anschließend muss der Reis geschält und getrocknet werden. Einige der Geräte kann sich Uttenthaller ausborgen, andere hat er selbst gebaut. Es ist nicht seine erste Erfahrung mit besonderen Pflanzen. Der Landwirt hat bereits mit Artischocken, Melonen und armenischen Gurkensorten experimentiert. Für einige Jahre wurde auch Kümmel angebaut, aufgrund der trockenen Sommer wird dies immer schwieriger.

Schonende Verpackung

Vermarkten will Uttenthaller den Reis selbst, er soll in Kartons und Glascontainern abgefüllt werden. Es gibt in Österreich keine Spritzmittel, die für Reis zugelassen sind, deshalb ist die Produktion sehr umweltschonend. Auch im Eferdinger Bauernladen Efi soll das Produkt erhältlich sein. Vorbestellungen für seinen umweltschonenden Reis nimmt Uttenhaller entgegen.

Vorbestellungen von Eferdinger Reis unter:

Gerhard Uttenthaller

0699/10009974

gerhard@kirchmairhof.at


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