Hangrutschung: "Es ist eine menschgemachte Naturkatastrophe"
ALKVOEN. Melanie Biermayr ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Sie wohnt in einem Haus in Puchham in der Gemeinde Alkoven. Doch ein Baufehler an ihrem Grundstück lässt die Mutter verzweifeln.

Über das soziale Netzwerk facebook startete Biermayr eine Spendenaktion, um Hilfe für ihr Problem zu finden. 2018 begann sie mit ihrem damaligen Mann ein Haus in der Ortschaft Puchham in Alkoven zu bauen. Auf Anraten des Baggerunternehmers wurde der Erdaushub unterhalb der Baufläche aufgeschüttet, ein Biotop, das sich aus einer unterirdischen Quelle speiste, wurde dabei zugeschüttet. „Das Wasser sucht sich seinen Weg“, soll der Baggerunternehmer damals gesagt haben. Schon nach dem ersten Winter wurden Risse im Erdboden sichtbar, nach einer Besichtigung des Unternehmers hieß es, dies seien normale Senkungen.
3,5 Meter Abbruchkante
Inzwischen gibt es eine 3,5 Meter hohe Abbruchkante auf Biermayrs Grundstück. Laut Geologen dringt das Wasser aus dem Erdreich in den Lehmboden ein, beschwert ihn und lässt den Abhang immer weiter rutschen. „Ich kann nicht einmal mehr meine Kinder zum Spielen vor das Haus schicken, weil ich Angst haben muss, dass sie hinunterstürzen oder der Erdboden noch mehr nachgibt“, so Biermayr verzweifelt. Sie spricht von einer „menschgemachten Naturkatastrophe“. Das Haus selbst sei nicht bedroht, es steht auf Piloten, die in der Erde verankert sind. „Wenn die Abrisskante näher kommt, kann meine Zufahrt abrutschen“, so Biermayr. Besonderer Handlungsbedarf besteht auch, da der Mutterboden unter der Aufschüttung so beleidigt ist, dass eine Abrutschung der nebenliegenden Gemeindestraße droht.
Keine Einigung
Der Baggerunternehmer, der nicht aus der Gegend stammt, bot an, den Aushub wegzubaggern, wenn Biermayr für die Entsorgung aufkommt. „Das reicht jetzt aber nicht mehr. Der Mutterboden ist so beleidigt, dass der Hang stabilisiert werden muss“, erklärt Biermayr. Sie strebt ein Gerichtsverfahren an, bis dies entschieden ist, könnte der Hang vollständig abgerutscht sein.
Welle der Hilfsbereitschaft
Etwa 80.000 Euro benötigt die junge Mutter, um das Abrutschen des Hanges zu verhindern. Die private Spendenaktion, die die Mutter von drei Kindern ins Leben rief, sorgte für eine Welle der Solidarität. „Ich freue mich, dass es so viele Menschen gibt, die bereit sind zu helfen“, erklärt sie. Unterstützung erhält sie von Nachbarn, der Landjugend und der Wald und Gartenservice Eder, die beim Abtragen des Aushubs helfen wollen. Ein Umzug wäre die allerletzte Option für die 34-Jährige. „Wir sind in Alkoven verwurzelt, meine Kinder müssten ihr Umfeld aufgeben. Ich kann das Haus in diesem Zustand auch nicht verkaufen“, so Biermayr. Sie ist auf der Suche nach Facharbeitern, die bei der Stabilisierung helfen könnten.


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05.04.2021 08:50
Du bist lustig
Wenn du dich hier es so gut auskennst, dann hab doch den Mut, dass du herkommst, um dich nach den Tatsachen zu erkundigen, bevor du hier im Internet so einen Schwachsinn postest. Melly
02.04.2021 19:08
Hält alles Stand?
Kann es sein, dass Frau Biermayr ev. ihre Gartengestaltung von Spendern finanziert haben will. Ein Grund für den Hangrutsch könnte auch im Entfernen der ursprünglich dort gepflanzten Obstbäume erblickt werden. Und ein Abrutschen der Gemeindestraße steht aktuell nicht bevor. Von der Gemeinde sind auch dementsprechende Bauauflagen erteilt worden. Ganz offenkundig ist sie ja nicht bereit, eigenes noch vorhandenes Grundvermögen (landwirtschaftliche Flächen) zur Absicherung ihres "Zuhauses" einzubringen. Und was wird aus den Spenden, wenn der geklagte Baggerunternehmer eh alles zahlen muss?
05.04.2021 08:51
Du bist lustig
Du bist lustig - Wenn du dich hier eh so gut auskennst, dann hab doch den Mut, dass du herkommst, um dich nach den Tatsachen zu erkundigen, bevor du hier im Internet so einen Schwachsinn postest. Melly
06.04.2021 13:02
Grundreserven
Ein Blick in das Grundbuch offenbart, dass noch 2 landwirtschaftliche Flächen vorhanden sind.
Naja, ein Verkauf zur Finanzierung des eigenen Wohnhauses dürfte da eher als "naheliegend" anzusehen sein. Aber jeder wie er will.
Wenn Spender zahlen, ist es sicher vorteilhafter.
Trotzdem viel Glück
14.04.2021 22:50
Du scheinst dich im Grundbuch nicht auszukennen..:
..., denn sonst wäre dein erster Blick aufs C-Blatt gefallen und dir wäre klar gewesen, dass hier nichts verkauft werden kann.