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PUPPING. Mitten im Eferdinger Becken stellt Robert Webinger ein Getränk her, dass man so nah an der Donau nicht vermuten würde: Zirbenschnaps. 

Mit Blick auf die Donau produziert Robert Webinger Zirbenschnaps. (Foto: LHackl)
Mit Blick auf die Donau produziert Robert Webinger Zirbenschnaps. (Foto: LHackl)

Webinger ist leidenschaftlicher Schifahrer und verbrachte viel Zeit in der Steiermark und in Kärnten. „Dort hab ich viele Einheimische kennengelernt und die haben mir ihren besten Zirbenschnaps gezeigt.“ Den erkennt man laut dem 28-Jährigen am Geruch: „Er muss sehr frisch riechen, die Zapfen müssen zum richtigen Zeitpunkt geerntet und der Schnaps zur richtigen Zeit abgefüllt werden.“ Webinger ist fasziniert von dem Produkt und beginnt in Form eines Kleinstgewerbes seine eigene Produktion. In akribisch dokumentierten Versuchen entwickelt er schließlich seine drei Geheimrezepte in unterschiedlicher Intensität für Zirbenschnaps. „Es ist kein typischer Brand, sondern schmeckt nach etwas ganz Eigenem. Und am nächsten Tag geht es einem nach dem Konsum von Zirbenschnaps auch nicht schlecht“, meint Webinger augenzwinkernd. Der Schnaps, den er herstellt, soll wie der Zapfen riechen, der zwischen Ende Juni und Anfang Juli geerntet wird. Die geschnittenen Zapfen werden mit geschmacksneutralem Kornbrand angesetzt, bis sie eine dunkelrote Farbe und den zirbentypischen Geschmack abgeben. 

Autodidakt

Webinger hat sich alles zur Zirbenherstellung selbst beigebracht, durch Versuch und Irrtum kann er heute auch Zirbensirup herstellen. „Das ist aber eher noch Liebhaberei“, lacht er. Der Sirup sei viel komplizierter herzustellen, dafür besser einsetzbar. Als Badezusatz, gegen Husten, aber auch als Verdünnsaft und mit einem Glas Sekt sei er genießbar, erklärt Webinger. Die guten Eigenschaften der Zirbe, ihre beruhigende Wirkung und die blutdrucksenkenden Wirkstoffe könne man bei Konsum in Maßen bei Schnaps und Sirup feststellen, so Webinger augenzwinkernd.

Nicht unterkriegen lassen

Anderen Jungunternehmern rät Webinger den „Mut zur Lücke“. Sich nicht unterkriegen lassen und immer etwas Neues auszuprobieren sei sein Schlüssel zum Erfolg. „Jeder fängt bei null an. Man muss nur seinen eigenen Willen haben und sich mit seiner Idee vollständig identifizieren können“, so der Unternehmer.

Zur Sache: Die Junge Wirtschaft Grieskirchen holte bei ihrer Aktion „Genussreise“ Jungunternehmer vor den Vorhang. Tips blickt hinter die Kulissen der regionalen Produzenten.


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