643 Wasservögel an der Donau gezählt: Viele Zugvögel blieben aus
ASCHACH/HAIBACH. Wie hoch die Wasservogelbestände an der Donau sind – dieser Frage ist eine Gruppe interessierter Vogelbeobachter von der Naturschutzgruppe Haibach auf den Grund gegangen und hat gezählt.

Von Höckerschwan bis Stockente und von Teichhuhn bis Silberreiher: Drei Mal im Jahr, im November, Jänner und März, werden sie gezählt, die Vögel an der Donau. Bei der jüngsten Aufzeichnung wurden 643 Tiere zwischen dem Kraftwerk Aschach und Schlögen erfasst. Gezählt wird des Weiteren an den Feldkirchner Badeseen und am Badesee Ödt-Traun sowie an den Donau-Nebengewässern und bis nach Ottensheim. Seit 35 Jahren werden die Daten der Donauvögelpopulation gesammelt.
Früher mehr Vögel gesichtet
Auffällig dabei sei laut Josef Hinterberger von der Naturschutzgruppe, dass es früher deutlich mehr Vögel gab, wobei man den Grund dafür nicht eindeutig feststellen könne. „Entweder die Donau ist als Lebensraum weniger attraktiv geworden oder es gab für Zugvögel aufgrund der warmen Winter keinen Grund zu ziehen“, sagt Hinterberger. Auch heuer sei auffällig gewesen, dass aufgrund des warmen Jänners keine Vereisung stattfand und deshalb viele Vögel im Norden blieben. „Eine Reihe von Vögeln war heuer gar nicht da“, meint Hinterberger. Die gesammelten Daten werden an die Organisation Birdlife und das Biologiezentrum des Landes Oberösterreich geschickt, die die Daten bereits seit den 50er Jahren sammeln und auswerten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden