Für Elisabeth Bindreiter sind ihre Kunstwerke „heilig“
Stroheim/WELS. Als ihr Mann vor 20 Jahren eine stark beschädigte Christusfigur vom Flohmarkt mit nach Hause brachte, begann für Elisabeth Bindreiter ein neues Kapitel ihres künstlerischen Schaffens. Am 1. März zeigt sie ihre Werke im Schloss Puchberg in Wels.

Es war nicht sofort klar, was die Stroheimer Künstlerin mit einem kaputten Christus vom Flohmarkt anfangen sollte und so lag die Figur zwei Jahre lang in ihrem Atelier herum. Normalerweise zeichnet und aquarelliert Bindreiter gerne oder gestaltet fantasievolle, witzige Objekte aus Flohmarktfunden. „Dann hatte ich plötzlich eine Idee, die mich bis heute nicht mehr los lässt“, meint Bindreiter. Sie haucht den kaputten Figuren neues Leben ein, nimmt sie vom Kreuz oder ergänzt sie mit anderen Materialien, verändert aber an den Christusfiguren selbst nichts. „Ich wollte mehr die Auferstehung als den Tod am Kreuz betonen und zeigen, was nach dem Tod kommt: Befreiung und Erlösung. Durch ihre Unvollkommenheit sind sie ein Symbol menschlichen Lebens geworden“, beschreibt die Stroheimerin ihre Gedanken zu ihren Kunstwerken.
Neue Schätze vom Flohmarkt
Beim Schlendern über die Flohmärkte findet Bindreiter immer wieder neue Schätze, die sie kunstvoll verarbeitet. Und die Ergebnisse sind für sie immer wieder aufs Neue eine Überraschung. „Es macht mir Freude, wenn es mir gelingt in der Skulptur Schlichtheit und zugleich Tiefe auszudrücken. Wenn etwas Neues entsteht, wenn die Christus-Skulpturen einen neuen Wert erhalten, damit sie wieder ihren Platz bei den Menschen finden.“


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