Osterfest ohne Verzicht
ALKOVEN. Die Alkovenerin Diätologin Marlene Jagersberger spricht mit Tips über Süßes, Spaziergänge und Genuss ohne Verzicht.

Tips: Wie können wir das traditionelle Osteressen gesünder gestalten, ohne auf Genuss zu verzichten?
Jagersberger: Genuss gehört zu einer ausgewogenen Ernährung unbedingt dazu und soll auch an Feiertagen nicht fehlen. Mit ein paar einfach Tipps kann man jede Mahlzeit – auch das Osteressen – nährstoffreich und ausgewogen gestalten. Passend zu Ostern sollte auch die Mahlzeit bunt sein. Das gelingt am besten mit reichlich saisonalem Obst und Gemüse wie beispielsweise frische Radieschen, Karotten, Bärlauch, Vogerlsalat und Äpfel. Auch Ballaststoffe sind nicht nur gut für den Darm, sondern auch für eine langanhaltende Sättigung. Neben Obst und Gemüse liefern vor allem Vollkornprodukte viel davon. Gerne also mal eine Scheibe Vollkornbrot oder Müsli mit Haferflocken und Leinsamen als Teil des Osterfrühstücks integrieren. Eier, Milch und Milchprodukte, Fisch und Fleisch sowie Hülsenfrüchte sind gute Eiweißlieferanten. Neben den Ostereiern könnte man also bei der Osterjause auch eine geräucherte Forelle, selbstgemachten Topfenaufstrich mit Leinöl oder einen grünen Bärlauch-Hummus servieren. Mit Fisch, pflanzlichen Ölen, Nüssen und Samen kann man noch zusätzlich gute Fettsäuren in die Mahlzeit bringen. Tips: Welche gesunden Alternativen gibt es für klassische Osterspeisen wie Schinken, Kuchen und Süßigkeiten?
Jagersberger: Neben den Süßigkeiten kann man auf jeden Fall auch frisches Obst ins Osternest geben. Zum Osterbrunch eignet sich ein Briochezopf wunderbar. Kuchen darf auch zu Ostern nicht fehlen. Man kann bei herkömmlichen Rezepten ein Drittel des Zuckers einsparen, die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen und zum Beispiel eine geraspelte Karotte für weitere Nährstoffe und einen saftigen Teig hinzufügen.
Tips: Welche Tipps haben Sie, um den Zuckerkonsum während der Osterfeiertage zu reduzieren?
Jagersberger: Wenn Zucker und Süßigkeiten als „verboten“ gelten, kommt es bei Ausnahmen wie Feiertagen viel eher dazu über die Stränge zu schlagen. Vielmehr sollte Süßes Teil einer ausgewogenen Ernährung sein und mit Achtsamkeit genossen werden. Ich rate auch dazu keine Hauptmahlzeiten extra auszulassen, wenn zu Ostern mal mehr gegessen wird. Das führt eher zu Heißhunger oder fördert den Gusto auf Süßes, weil unser Körper Energie braucht
Tips: Welche Bedeutung hat Bewegung für die Gesundheit während der Feiertage und welche Aktivitäten könnten in die Feierlichkeiten integriert werden?
Jagersberger: Gerade nach einem reichhaltigen Essen, wenn man sich müde und schlapp fühlt, tut Bewegung gut. Das muss keine exzessive Sporteinheit sein. Ein Spaziergang mit der Familie oder auch ganz für sich kann genau das Richtige sein. Bei schönem Wetter kann man auch die Osternest-Suche nach draußen verlegen und mit etwas Bewegung kombinieren.


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