Hardrocker auf Stroheim startet mit neuem Album zur Europatour
STROHEIM. Seit 2007 Jahren steht die Band Sergeant Steel mit dem Stroheimer Gitarristen und Sänger Philipp Jachs alias Jack Power für handgemachten Hardrock aus Oberösterreich. Mit dem live eingespielten Album „Golden Absolution“ und einer elftägigen Europatour beweist die Band: Die Reise ist noch lange nicht zu Ende.

Die Eigenkompositionen reichen von druckvollen Rocknummern über eingängige Hymnen bis zu klassischen Powerballaden. Fast 20 Jahre nach der Gründung hat sich bei den Musikern einiges verändert, Zusammenhalt und Freude an der Musik sind geblieben. „Als wir uns formiert haben, waren wir noch junge, knackige Buben. Inzwischen hat sich einiges verändert: Das Haupthaar ist dem Bartwuchs gewichen und das Knackige ist von der Lebenserfahrung verdrängt worden“, sagt Jack Power: „Ich denke, wir sind in unserer Persönlichkeit und in unserer Musikalität gereift. Was aber geblieben ist, ist auf jeden Fall unser Zusammenhalt und die Liebe zur Musik.“
Neue Songs live eingespielt
Diese Entwicklung soll auf „Golden Absolution“ zu hören sein. Für das neue Album änderte Sergeant Steel den Produktionsprozess. Während frühere Veröffentlichungen Spur für Spur im Studio entstanden, spielte die Band die neuen Songs gemeinsam live ein. Nur wenige Elemente kamen später dazu. Das sorgt für einen unmittelbaren und lebendigen Klang.Dabei kommt den Musikern das eigene Tonstudio zugute. Ohne Zeitdruck konnten sie an den Liedern arbeiten, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren. Inhaltlich erweitert die Band ebenfalls ihr Spektrum. Neben Liebe, Rock ’n’ Roll und dem für Sergeant Steel typischen Humor beschäftigen sich die Musiker mit politischen Themen und falschen Propheten, Menschen, die sich nach außen anders geben, als sie tatsächlich sind.
Ideen aus dem Alltag
Inspiration für neue Songs findet die Band beim Zeitunglesen, beim Beobachten anderer Menschen, in Büchern oder beim Musikhören. Riffs und Melodien entstehen mitunter unerwartet. Wichtig ist den Mitgleidern, die Ideen sofort festzuhalten, mit dem Handy, einem Instrument oder auf Papier. Mit „Back On The Track“ und „Wireless“ veröffentlichte Sergeant Steel bereits zwei Singles aus dem neuen Album. „Back On The Track“ bot sich nach Angaben der Bandmitglieder mit seinem eingängigen Refrain und seiner direkten Ausrichtung als Single an. „Wireless“ war zunächst als Geheimtipp gedacht und wurde auf Empfehlung der Plattenfirma ebenfalls vorab veröffentlicht. Die Reaktionen des Publikums auf beide Songs seien positiv ausgefallen.
Auf großen Bühnen
Bühnenerfahrung sammelte Sergeant Steel in den vergangenen Jahren bei Auftritten mit Deep Purple, Scorpions, ZZ Top und den Hollywood Vampires. In Erinnerung geblieben sind Gespräche mit Mitgliedern von Deep Purple, Begegnungen mit Johnny Depp und Joe Perry sowie ZZ-Top-Gitarrist Billy Gibbons, der im Pyjama auf der Bühne Fotos „für seine Oma“ machen wollte.Im Oktober folgt die nächste Tour. Sergeant Steel begleitet Tyketto und CoreLeoni bei mehreren Konzerten. Auftakt ist in Steyr, danach führt die Reise nach Deutschland, in die Schweiz und in die Niederlande. Insgesamt ist die Band elf Tage unterwegs.
Rock ’n’ Roll ohne Klischees
Mit Rock-’n’-Roll-Klischees habe der Touralltag wenig zu tun. Lange Busfahrten, Aufbau, Soundcheck, Vorbereitung des Merchandise-Stands, Konzert, Abbau, Autogramme und regelmäßige Weiterreise bestimmen den Tagesablauf. Damit die Stimme am nächsten Abend hält, steht nach dem Konzert eher Kamillentee als Feiern auf dem Programm. Fix im Gepäck sind Schuhdeo und Textilerfrischer.Zum Bühnenauftritt gehört für Sergeant Steel auch die passende Kleidung. Früher stärker am Glam Rock orientiert, setzt die Band inzwischen auf einen eigenen auffälligen Stil. Die Musiker beschreiben ihn scherzhaft als Mischung aus Cowboy, Indianer, Pirat, Ballerina und Ninja. „Ein cooles Outfit auf der Bühne ist uns schon wichtig“, betont der Gitarrist. Es sei auch eine Form der Wertschätzung gegenüber dem Publikum.
In Stroheim verwurzelt
Die heimische Hardrock-Szene sei überschaubar, meint die Band. Sergeant Steel will dennoch international präsent bleiben. Jack Power bringt die Verbindung zwischen Heimat und Rockbühne auf den Punkt: „Man kann in dem schönen Stroheim mit seinen Schweinen wohnen und trotzdem internationaler Rockstar sein.“„Golden Absolution“ erscheint am Freitag, 16. Oktober. Das Konzert zur Albumveröffentlichung findet am Samstag, 31. Oktober, in der Linzer Stadtwerkstatt statt. Alle Termine stehen unter www.sergeant-steel.com. Auf www.tips.at gibt es Freikarten zu gewinnen.








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