Umfahrung Pupping–Karling für Verkehr freigegeben
PUPPING/HARTKIRCHEN. Weniger Durchzugsverkehr in Pupping und Karling, eine neue Verbindung Richtung Eferding: Die 48 Millionen Euro teure Umfahrung ist eröffnet. Für den Bau waren sieben Brücken und aufwendige Bahnunterführungen nötig.

Die neue Straße führt den Durchzugsverkehr der B130 künftig an den Ortsgebieten von Pupping und Karling vorbei und schließt an die bestehende Umfahrung Eferding an. Auch die B131 wurde im Bereich Hartkirchen neu geführt. Das Land erwartet dadurch weniger Verkehrslärm und Schadstoffe in den Ortsgebieten sowie einen besseren Verkehrsfluss. Ob und wie stark die Belastung tatsächlich sinkt, wird sich im laufenden Betrieb zeigen.
Gemeinden hoffen auf Entlastung
„Mit der neuen Verkehrsführung gewinnen wir mehr Sicherheit, weniger Belastung im Ortsgebiet und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität“, sagt Hartkirchens Bürgermeister Wolfram Moshammer (SPÖ). Für Puppings Bürgermeister Mario Hermüller (ÖVP) steht auch die lange Vorgeschichte im Vordergrund: „Nach vielen Jahren der Planung und Umsetzung wird damit ein Projekt Realität, von dem unsere Gemeinde langfristig profitieren wird.“Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) verweist auf die Verbindung mit der bestehenden Umfahrung Eferding: „Gemeinsam mit der bereits bestehenden Umfahrung Eferding entsteht eine durchgängige Verkehrsverbindung, die Mobilität, Verkehrssicherheit und Lebensqualität miteinander verbindet.“ Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) betont die wirtschaftliche Bedeutung der Investition: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind solche Investitionen wichtig – sie helfen, die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.“
Sieben Brücken und neue Bahnunterführungen
Die neue Verbindung umfasst rund 4,6 Kilometer Hauptstraßen und zwei Kilometer Nebenwege. Besonders aufwendig war der Bau, weil die Straße die Aschach und ihre Nebenarme sowie die Bahnstrecke Haiding–Aschach quert. Insgesamt entstanden sieben neue Brückenbauwerke, darunter eine gut 100 Meter lange Stahlbogenbrücke bei Hartkirchen. Die B130 und die B131 werden nun unter der Bahn hindurchgeführt. Eine bisher ungeregelte Eisenbahnkreuzung konnte aufgelassen werden.„Die Umfahrung Pupping–Karling war in technischer und organisatorischer Hinsicht ein äußerst anspruchsvolles Straßenbauprojekt“, sagt Martin Pöcheim, Direktor Straßenbau und Verkehr.
Hochwasserschutz und Artenschutz
Zum Projekt gehören auch sieben Bodenfilterbecken, über die Straßenwasser behandelt und abgeleitet wird. Drei zusätzliche Flächen sollen Eingriffe in den Hochwasserabfluss ausgleichen; mehrere Durchlässe sollen Wasser bei Hochwasser kontrolliert abführen.Zudem Schutzmaßnahmen für Tiere umgesetzt: ein Zaun für Wechselkröten, Schutzgitter an Gewässerböschungen für Biber und Wände zum Schutz von Fledermäusen an drei Brücken.Die Bauarbeiten hatten im November 2024 begonnen. Die Straße ist bereits befahrbar; abschließende Arbeiten im Projektgebiet sollen noch bis Mitte Oktober dauern.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden