Österreichischer Museumspreis für Schloss Hartheim
ALKOVEN. Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist mit dem Österreichischen Museumspreis 2026 ausgezeichnet worden. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen des Österreichischen Museumstages in Eisenstadt verliehen.

Die Jury würdigte Schloss Hartheim als Lernort von nationaler Bedeutung, der die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbindet. Besonders hervorgehoben wurden die fachliche Qualität und die kontinuierliche Arbeit des Teams.
„Wir freuen uns mit Schloss Hartheim über die höchste Museumsauszeichnung der Republik. Dieser besondere Ort zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, aus der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft zu lernen. Schloss Hartheim hält die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wach und schärft zugleich das Bewusstsein für Menschenwürde und gegen Ausgrenzung. Die Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung für die herausragende Arbeit des gesamten Teams, dem ich herzlich für seinen Einsatz danke“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Erinnerungsort mit Geschichte
Zwischen 1940 und 1944 wurden in der nationalsozialistischen Tötungsanstalt Hartheim rund 30.000 Menschen ermordet, darunter Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter.
Seit 2005 sichert die vom Land Oberösterreich gegründete Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim die dauerhafte Finanzierung der Einrichtung. Die 2023 eröffnete Dauerausstellung „Wert des Lebens“ beschäftigt sich mit der Geschichte des Ortes und Fragen zu Menschenwürde, Ethik und gesellschaftlicher Verantwortung.
Seit seiner Eröffnung 2003 hat sich Schloss Hartheim zu einer bedeutenden Einrichtung der österreichischen Erinnerungs- und Bildungsarbeit entwickelt.








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