Empfang für Skispringer Michi Hayböck in Hinzenbach
HINZENBACH. Skisprung-Ass Michael Hayböck wurde in der Energie AG Skisprungarena Hinzenbach von seinen Fans, seinem Verein, dem UVB Hinzenbach, und dem Land OÖ gebührend gefeiert. Bei der Heim-Weltmeisterschaft in Seefeld gewann der 28-Jährige mit seinen Teamkollegen Philipp Aschenwald, Daniel Huber und Stefan Kraft die Silbermedaille im Mannschaftsspringen. „Wir gratulieren Michael Hayböck zu dieser Glanzleistung, nur mit enormem Ehrgeiz und Training sind Spitzenresultate dieser Art möglich“, betonten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Sport-Landesrat Markus Achleitner im Rahmen des Empfangs.

„Es ist immer wieder etwas Besonderes nach Hause zu kommen. Hier in Hinzenbach ist der perfekte Ort zu feiern. Hier hat alles angefangen, hier liegt der Ursprung meiner Karriere“, freut sich Michi Hayböck über den Empfang. Erst letzten Oktober holte sich der Theninger hier den Staatsmeistertitel, und das mit einem Schanzenrekord über 96,5 Meter. „Ich bin hier in Hinzenbach zuvor noch nie ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Natürlich hätte ich mir danach einen besseren Verlauf der Weltcupsaison gewünscht.“
Silber bei der Heim-WM in Seefeld
Spätestens zur Heim-WM in Seefeld war Michi Hayböck aber wieder in Topform. „Stefan Kraft und ich haben im Vorhinein öfters darüber gesprochen, wie es wäre am Bergisel vor heimischem Publikum für Österreich zu springen. Gleich in der Früh haben wir gewusst, heute ist dieser Tag, auf den wir solange gewartet haben“, blickt der Skispringer zurück. „Nach dem ersten Durchgang haben wir gewusst, wir haben es drauf eine Medaille zu holen.“ Er selbst sei übrigens bei den Sprüngen seiner Teamkollegen viel nervöser gewesen, als bei seinen eigenen.
Vielleicht hat ja auch die Unterkunft einen kleinen Teil zum Erfolg beigetragen. „Wir haben das Quartier in Seefeld sehr genossen, weil wir direkt im Geschehen gewohnt haben und auch mal anderen Sportarten zuschauen konnten“, erzählt Hayböck. Ansonsten wohne das Team immer eher abgeschirmt, wo man nichts anderes tun könne, als Karten zu spielen und Fern zu sehen.
Urlaub mit Freundin Claudia
Die Schnelllebigkeit der Zeit hat auch vor dem Skisprungsport nicht halt gemacht. Die Ski wurden kürzer und auch die Anzüge haben sich verändert. „Man muss Jahr für Jahr zulegen. Wer stehen bleibt, liegt in der darauffolgenden Saison sofort zehn Plätze weiter hinten“, weiß das Skisprung-Ass. Ja, es gibt Aufholpotential und er wird den Sommer nutzen, um an sich selbst zu arbeiten, doch jetzt, zumindest kurz, steht bei Michi Hayböck alles einmal auf Pause. Mit Freundin Claudia geht es nach Thailand: „Während der Saison ist jeder Tag durchgeplant. Ich freue mich darauf aufzustehen und nicht zu wissen, was mich erwartet, einfach in den Tag hineinzuleben.“ In etwa drei Wochen geht's dann sportlich weiter.
„Du bist dort, wo wir als Land hinwollen, an die Weltspitze“
Der siebenfache österreichische Meister sorgte in seiner Skisprungkarriere bereits für mehrere Glanzmomente: Neben Olympia-Silber holte Hayböck bereits dreimal den Vizeweltmeistertitel in Teambewerben. Darüber hinaus haben sich bislang fünf Weltcupsiege und 15 Weltcup-Podestplätze auf seinem Erfolgskonto angesammelt.
Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts- und Sport-Landesrat Achleitner nahmen den Empfang zum Anlass, Hayböck persönlich zu gratulieren und ihm als kleines Geschenk eine Jacke der neuen Tracht von Oberösterreich Tourismus und OÖ. Heimatwerk sowie ein Trachtenhemd aus Bad Goisern und ein Medaillenfoto zu überreichen. „Top-Sportler wie Michael Hayböck sind Vorbilder, denen unsere Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen nacheifern. Das Sportland OÖ ist stolz, mit Michael Hayböck ein herausragendes und sympathisches Aushängeschild zu haben“, waren sich Stelzer und Achleitner einig.
„Michi Hayböck ist aber nicht nur ein sportliches Vorbild. Sich ein Ziel vorzunehmen, Einsatz zu zeigen, auch mal über seine Grenzen zu gehen, dran zu bleiben und das Ganze auch zu wollen, ist eine Grundhaltung, die wir generell in einer Gesellschaft brauchen“, ergänzt Landeshauptmann Stelzer und: „Du bist dort, wo wir als Land hinwollen, an die Weltspitze.“


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