"Es hat nicht sollen sein": Eferdinger zieht beim Heim-Ironman die Notbremse
EFERDING. „Es hat nicht sollen sein.“ Beim Ironman Austria konnte sich Georg Enzenberger mit den Besten der Besten nicht nur messen, sondern ihnen ordentlich Tempo machen. Sieben Stunden war der Eferdinger auf Podiumskurs und bester Österreicher auf der Strecke. Bis er elf Kilometer vor der Finishline die Notbremse ziehen musste.

“Ein großes Ziel nicht zu erreichen tut immer weh, aber wenn man vor Heimpublikum bis zum Halbmarathon auf Podiumskurs ist, ist’s doppelt bitter“, so Enzenberger.
Nach den 3,8 Kilometer Schwimmen im Wörthersee konnte Georg Enzenberger als Top-Verfolger und zweiter Mann die Radstrecke in Angriff nehmen. Schon nach wenigen Kilometern aber wurde die große Euphorie gedrosselt. “Mein Puls war viel zu hoch und ich konnte mein Tempo einfach nicht auf den Asphalt bringen. Wie ich es dann trotzdem auf Platz zwei liegend in die Wechselzone geschafft habe, ist mir selbst auch ein Rätsel. Meine Radleistung war einfach weit weg von dem, was ich normal kann“, erzählt der Eferding
Bei über 31 Grad ging Enzenberger schließlich nur wenige Minuten auf den Führenden auf die Laufstrecke. “Erstaunlicherweise habe ich in einen ganz guten Rhythmus gefunden und konnte meine Zielpace relativ gut laufen, wobei auch hier der Puls einfach wieder zu hoch war. Bei Kilometer 31 musste ich dann die Notbremse ziehen und bin ausgestiegen. Ich hab noch so viele große Pläne als Profisportler, da wollte ich körperlich nichts riskieren. Die Gesundheit muss immer an erster Stelle stehen!”
Scheinbar hat eine höhere Gewalt etwas anderes für den sympathischen Eferdinger gewollt. Dazu sein Trainer Thomas Doblhammer: “Georg denkt einfach immer Größer und weiter. Aufzuhören war an diesem Tag sehr bitter, aber langfristig bestimmt die beste Entscheidung. Wir werden jetzt natürlich einige medizinische Checks machen um herauszufinden, woher der hohe Puls kommt.”


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