Spatenstich für 32 Werkstätten- und 21 Wohnplätze in Eferding
EFERDING. Als weiterer Schritt des sukzessiven Ausbaus der Pflege- und Beschäftigungsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen in Oberösterreich werden in Eferding in der Bräuhausstraße durch das Institut Hartheim eine zusätzliche Tagestruktur und ein Wohnverbund errichtet. Dieser Neubau ist notwendig, um die steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen für Menschen mit Beeinträchtigungen auch in den nächsten Jahren zu bedienen.

Für den Bau fand gestern der Spatenstich durch Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer statt. „Der Bedarf an zusätzlichen Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen ist groß. Bis zum Jahr 2022 müssen über 2000 zusätzliche Plätze geschaffen werden, um die Wartelisten so kurz wie möglich zu halten. Wir dürfen und können uns nicht mit der momentanen Anzahl der Betreuungsplätze zufrieden geben. In den nächsten Jahren wartet eine große Herausforderung im Pflegebereich auf uns, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Als gebürtige Alkovnerin bin ich stolz, dass das Institut Hartheim seit Jahren aufopfernd dafür kämpft, Menschen mit geistigen und mehrfachen Beeinträchtigungen so gut es geht zu versorgen“, so Landesrätin Birgit Gerstorfer.
Bis zur Inbetriebnahme im Winter 2019 sollen 21 Dauerwohnplätze und 32 Werkstättenplätze, davon vier integrative Beschäftigungsplätze, fertiggestellt werden. Von den 32 Werkstättenplätzen existieren heute bereits 23 Plätze, die im Zuge des Baus ausgegliedert und durch neun neue Plätze ergänzt werden.
„Wir bedanken uns für die Offenheit und Herzlichkeit, mit der uns die Eferdinger Bürgerinnen und Bürger bisher begegnet sind. Wir freuen uns auch, das soziale Leben in dieser Stadt zukünftig ein Stück weit mitgestalten zu dürfen“, so Thomas Reinprecht, kaufmännischer Geschäftsführer im Institut Hartheim, bei seiner Spatenstichansprache.
„Die neue Außenstelle in Eferding wird für die Klientinnen und Klienten neue Möglichkeiten eröffnen. Denn das Leben und Arbeiten in kleineren Einheiten trägt zur Inklusion bei. Es hilft Kontakte zu knüpfen, bedeutet ein Mehr an Berührungspunkten und gesellschaftlicher Teilhabe“, schildert Sandra Wiesinger, agogische Geschäftsführerin im Institut Hartheim.
Die Errichtung dieses wichtigen Projektes für Menschen mit Beeinträchtigungen in Oberösterreich ist ein Projekt im Rahmen der ELER-Förderung, wobei die EU 49,42 Prozent der Kosten übernimmt. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 4,23 Millionen Euro.


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