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Ehemaliges Gebäude der Bezirksbauernkammer Eferding wird ein Kompetenzzentrum für Lebensmittel und Ernährung

Nora Heindl, 13.03.2018 08:53

EFERDING. Die Idee, das ehemalige Gebäude der Bezirksbauernkammer Eferding in ein Kompetenzzentrum für Lebensmittel und Ernährung zu verwandeln, gibt es schon länger, ohne Käufer hing die Umsetzung allerdings in der Luft. Mit der Raiffeisenbank Region Eferding eGen hat sich nun ein Käufer im Bieterverfahren durchgesetzt, der die Bemühungen der Bezirksbauernkammer und des Regionalentwicklungsverbandes unterstützt.

  1 / 2   Das ehemalige Gebäude der Bezirksbauernkammer Eferding wird zum Kompetenzzentrum für Lebensmittel und Ernährung. Foto: Heindl

„Wir wollen einen Mehrwert für Eferding schaffen und das Gebäude so schnell wie möglich wieder mit Leben füllen“, betont Direktor Christian Schönhuber, Vorstandsvorsitzender der RB Region Eferding eGen. Der Eigentümerwechsel erfolgt mit 1. April.

Bauernladen, Seminarküche, Ausstellung und Co

„Heute ist ein ganz besonderer Tag“, freut sich BBK-Obmann Ludwig Schurm, denn Ideen für das Kompetenzzentrum stehen schon längst in den Startlöchern. Den früheren Seminarraum im Erdgeschoß könnte künftig ein Bauernladen füllen. Eine Gruppe von Landwirten, die das Projekt umsetzen möchten, hat sich bereits gefunden. Neben der Versorgung mit regionalen Produkten sollen die Konsumenten auch mit Infos zu Inhaltsstoffen, Wirkungen, Herkunft, praktischen Tipps etc. versorgt werden. „Wir wollen unseren Kunden den Wert von Lebensmitteln wieder näherbringen“, so Schurm.

Als wichtiges Herzstück sieht Klaudia Ritzberger, Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates, hier auch die Umsetzung eines Seminarzentrums samt Seminarküche und -raum. „Wir wollen die Themen Lebensmittel, Lebensmittelkompetenz, Produktion usw. bündeln, in einem Haus, von unten bis oben. Als Ort könnte sich kein besserer eigenen als wo ein Frischemarkt, ein Schaufenster in die Region, nur ein paar Stufen weiter liegt“, so Ritzberger. Mit Seminarbäuerinnen und Köchen können die frischen Produkte dann auch gleich in der Seminarküche verarbeitet werden.

Ebenfalls in dem Gebäude untergebracht werden sollen die Ausstellung „Wert der Lebensmittel“ und eine regionale Koordinierungs-/Anlaufstelle.

Anlaufstelle für die Region und ihre Bewohner

Finanziert werden die Ideen über Leader. „Unsere Vision lautet: Eferding, das fruchtbarste Becken Österreichs, ist das Zentrum für Gesundheit und Ernährung in Österreich. Kulinarik, Gemüse, Obst, regionale Lebensmittel ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Segmente unseres Lebens- und Wirtschaftsraums“, so REGEF-Obmann LAbg. Jürgen Höckner. Die unzähligen bereits bestehenden Einzelinitiativen und Angebote sollen über das Kompetenzzentrum gebündelt beziehungsweise aktiv vernetzt werden. „Das Rad wird nicht neu erfunden, die Einzelteile werden nur besser verknüpft und mit neuen Ideen angereichert“, so Höckner. „Es soll eine entsprechende Anlaufstelle für die Region geschaffen werden, von der aus die gesamte Region bespielt, vernetzt, beworben, besucht, eingebunden, nach außen hin beworben wird“, ergänzt REGEF-Geschäftsführerin Susanne Kreinecker. Im Wettbewerb der Regionen möchte sich die Region Eferding mit diesem Projekt inhaltlich noch stärker positionieren.

Büroflächen sind noch verfügbar

Das Kompetenzzentrum wird aus jetziger Sicht etwa zwei Drittel der Gesamtnutzungsfläche von 580 Quadratmetern belegen. Der Rest des Gebäudes soll für Büro-, Ordinations- oder Geschäftsräume genutzt werden. Generell sei die Bausubstanz gut, Sanierungsarbeiten aber natürlich erforderlich, so Schönhuber. Vor allem ein Lift muss her. Auch im Außenbereich wird sich was tun. Das Gebäude soll umfahren werden können und weitere Parkplätze auf der Gebäuderückseite entstehen. Über den Kaufpreis wird geschwiegen.

„Der Kauf durch die RB Region Eferding und die künftige attraktive Nutzung des ehemaligen BBK-Gebäudes in Eferding trägt zu einer Belebung der Stadt Eferding bei“, betont Bürgermeister Severin Mair: „Die Summe der Einzelprojekte ergibt ein großes Ganzes, das inhaltlich stimmig ist und sich perfekt ergänzt. In dieser Form ist kein Projekt in Österreich bekannt.“


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