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Junge Wirtschaft Eferding und Grieskirchen über Bürokratieabbau, Abgabenquote und alternative Finanzierungsformen

Nora Heindl, 12.07.2018 15:37

EFERDING/GRIESKIRCHEN. „Unsere jungen Wirtschaftstreibenden sind mit hohen Erwartungen an die Bundesregierung in das Jahr 2018 gestartet. Mit dem Ende des ersten Halbjahres hat der Optimismus unter Österreichs Jungunternehmern einen Dämpfer erhalten“, so JW-Bezirksvorsitzender Eferding David Falkner.

JW-Bezirksvorsitzender Daniel Andorfer Foto: Andorfer
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Laut einer Umfrage des market-Instituts glauben rund zwei Drittel der befragten Jungunternehmer an eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung Österreichs, wobei 8 Prozent weniger optimistisch sind als bei der letzten Umfrage vom Dezember. Auch die Bereitschaft, Mitarbeiter einzustellen, ist gesunken: Nur 30 Prozent können sich vorstellen, neues Personal einzustellen. Zu Beginn des Jahres waren es noch 41 Prozent. „Die hohe Abgabenquote ist hierbei ein großes Hindernis. Wir als Junge Wirtschaft appellieren an die Politik, die Abgabenquote auf 40 Prozent zu senken sowie die Körperschaftssteuer auf 20 Prozent zu reduzieren. Die neue Regierung hat so einiges versprochen, doch nun ist es höchste Zeit, dass nach den Worten auch Taten folgen“, so JW-Bezirksvorsitzender Grieskirchen Daniel Andorfer.

Bürokratiedschungel wächst und gedeiht – hohe Abgaben nach wie vor Dauerthema

Ein wesentlicher Hemmschuh sind auch die hohen Lohnnebenkosten, die zu den höchsten in Europa zählen. „Unsere Jungunternehmer kämpfen sich schon lange genug durch den Bürokratiedschungel. Wenn Oberösterreichs Wirtschaft weiterhin gedeihen soll, muss sich etwas ändern. Jeder Unternehmer beginnt klein – doch wie soll man als Gründer wachsen, wenn man ständig vor Hürden steht? Unsere Jungunternehmer brauchen ihre Zeit und Energie, um sich voll und ganz auf ihren Betrieb zu konzentrieren“, verweist Falkner auf die Belastung der Unternehmer durch bürokratische Hürden.

Zugang zu alternativen Finanzierungsformen erleichtern

Die Investitionspläne von jungen Unternehmern sind zwar um 8 Prozent gesunken, bleiben mit 30 Prozent aber weiterhin auf hohem Niveau. „Wir brauchen in Österreich endlich effektive Impulse wie einen Beteiligungsfreibetrag von 100.000 Euro, um den Zugang zu Risikokapital zu erleichtern“, weiß Andorfer. Denn: Bei privaten Investitionen in Unternehmen hinkt Österreich im europäischen Vergleich weit hinterher, da wirksame steuerliche Anreize fehlen, um in den innovativen Unternehmernachwuchs zu investieren. Als Folge werden vielversprechende Start-ups am raschen Durchstarten in Österreich gehindert und damit ins Ausland gedrängt.


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