Frauen fordern mehr Lohn
EFERDING. Die Frauen des österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) der Bezirke Eferding und Grieskirchen forderten bei einer Straßenaktion 1.700 Euro Mindestlohn. Das kommt vor allem Frauen zugute, so Julia Dieterle, Bezirksvorsitzende der ÖGB-Frauen.

Frauen verdienen noch immer 20 Prozent weniger als Männer, damit landen im Schnitt 10.000 Euro pro Jahr weniger in ihren Geldbörsen, erklärt Dieterle. Sie kümmern sich öfter um Kinder und leisten neben ihrer Erwerbstätigkeit 27 Stunden pro Woche unbezahlt im Haushalt. Männer hingegen arbeiten 16 unbezahlte Stunden. Aufgrund von Kinderbetreuung gehen Frauen häufiger einer Teilzeitarbeit nach, das hat oft Auswirkungen auf Gesundheit, soziale Absicherung und Karrierechancen, erklärt Dieterle. Zusätzlich sind Frauen gefährdeter in Altersarmut abzurutschen. Bei einer Straßenverteilaktion in Eferding forderten die ÖGB-Frauen neben dem Mindestlohn auch familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.


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