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EGGELSBERG/BRAUNAU. Als 43. Gemeinde im Bezirk leistete jetzt Eggelsberg einen Beitrag zum Friedensbezirk Braunau. Die Neue Musikmittelschule startete ein dynamisches Friedensprojekt und die Schüler sind mit großem Eifer dabei.

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Im Rahmen des 2008 gestarteten Projekts „Friedensbezirk Braunau“ stehen mittlerweile in über 40 Gemeinden statische Symbole für den Frieden sowie im ganzen Bezirk und darüber hinaus 51 Friedenslinden. Ziel ist es, ein Alleinstellungsmerkmal für den Bezirk zu schaffen. „Braunau darf sich nicht auf das Geburtsstadt-Image reduzieren lassen“, betont Initiator und Bezirkshauptmann Georg Wojak. In Eggelsberg gab es bisher noch kein Friedenssymbol, nur ein statisches kam für Bürgermeister Christian Kager aber nicht in Frage. So bat er die Neue Musikmittelschule Eggelsberg, sich etwas zu überlegen. Ein Team rund um Direktor Theo Landrichinger und Lehrerin Barbara Wallner entwickelte das Konzept „Friedensbotschaft“ und startete das Projekt im März diesen Jahres. In zwei Workshops bastelten die Schüler rund 1200 Ansichtskarten – jede davon ein Unikat – mit einer Friedensbotschaft darauf. Bei einem großen Luftballonstart Mitte März wurden einige Karten auf Reisen geschickt. Zudem waren die Kinder als Friedensboten in der Gemeinde unterwegs und verteilten die Karten an die Bevölkerung. Auch zehn umliegende Gemeinden erhielten eine Friedensbotschaft. Auch wenn einige der Bewohner gleich ihre Geldbörse zückten, „die Friedensbotschafter hatten den Auftrag, kein Geld dafür anzunehmen“, erklärt Theo Landrichinger: „Frieden kann man sich nicht erkaufen.“

Dynamische Aktion

Die Aktion Friedensbotschaft ist über das ganze Jahr verteilt und soll auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden, berichtet Wallner, denn die Schüler sind mit großer Begeisterung dabei. So werden derzeit Friedensgedichte geschrieben, wovon jede Woche eines auf der Homepage der Schule präsentiert wird. Zudem gestalten die Kinder auch Friedensbeutel und Billets, die beim Elternsprechtag verkauft werden sollen, und vor der Schule wurde eine selbstgenähte Friedensfahne gehisst. Den krönenden Jahresabschluss bildet ein Friedenslauf Mitte Juni.

Friede immer selbstverständlicher

Bürgermeister Christian Kager ist dankbar, dass die Neue Musikmittelschule diese Aktion durchführt. Im Gegensatz zu seiner Generation, die noch mit den Nachwehen des Krieges aufwuchs, sei der Frieden für heutige Kinder selbstverständlich. „Es ist wichtig zu thematisieren, dass Frieden ein Geschenk und ein täglicher Erfolg ist“, betont er und verrät, dass die Aktion auch noch statisch, etwa durch ein Monument vor der Schule, dargestellt werden soll.


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