Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

EGGENBURG. Mit dem legendären Mittelalterfest am 8. und 9. September finden die beliebten Eggenburger Kulturwochen heuer ihren Auftakt. Bis Anfang Dezember bietet die Stadt kulturelle Schmankerl, die die Herzen der Besucher höher schlagen lassen. Gemeinsam mit VP-Stadträtin Margarete Jarmer hat Gemeindemitarbeiterin Elisabeth Stangl das diesjährige Programm erstellt und Tips einen exklusiven Einblick zu Hintergrund, Eckdaten und Programm gegeben.

  1 / 2   Im Herzen des nördlichen Niederösterreichs, wo Wald- und Weinviertel zusammentreffen, liegt die mittelalterliche Stadt Eggenburg. Foto: LenO

Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Buchpräsentationen, Kellergassen- und Stadtführungen, Workshops für Groß und Klein, Konzerte, Festakte und Kabaretts - auf diese und zahlreiche weitere Programmpunkte unter dem Motto „Die Stadt am Land – Städtisches Treiben trifft ländliche Idylle“ darf man sich freuen.

Tips: Wer war Initiator und Ideengeber zu diesem Kulturevent?

Elisabeth Stangl: Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt vom damaligen Kulturstadtrat und späteren Bürgermeister der Stadt Eggenburg, Willibald Jordan. Er wollte für Kulturschaffende der Region Raum schaffen, was ihm auch bravourös gelang. Heute ist die Kulturwoche aus Eggenburg nicht mehr wegzudenken, bekannt und beliebt - wir begehen heuer die 34. Auflage.

Tips: Was mit einer Woche begann, zieht sich mittlerweile bereits über mehrere Wochen. Wie groß ist das Interesse innerhalb der Bevölkerung?

Elisabeth Stangl: Wie der Name schon sagt, war die Kulturwoche früher tatsächlich auf eine Woche im Oktober beschränkt. Die Vielfalt des Angebots an Veranstaltungen und das dazu proportional wachsende Publikumsinteresse war der Grund dafür, dass die Limitierung auf eine Woche einfach nicht mehr praktikabel war: so manche Veranstaltung hätte nicht den gebührenden Stellenwert erhalten. Eine Ausdehnung auf mehrere Wochen war somit unumgänglich, auch dazu, um dem Publikum „Kultur- Verschnaufpausen“ zu gönnen. Das kulturelle Potential unserer Region ist unbeschreiblich groß und umfasst alle künstlerischen Genres. Eggenburg wird immer mehr zum Kulturmittelpunkt - einen ganzen Kulturherbst zu füllen, ist nicht schwer. Künstler aus der Region und internationale Kulturschaffende stehen hier gleichermaßen im Rampenlicht, hier möchte ich heuer besonders auf das Konzert von Paul Badura-Skoda hinweisen.

Tips: Welche ganz speziellen Highlights dürfen kulturinteressierte Besucher heuer noch erwarten?

Elisabeth Stangl: Der Startschuss für die diesjährige Kulturwoche bietet sich mit der Zeitreise ins Mittelalter am 8. und 9. September geradezu an. Ist sie doch die größte Veranstaltung dieser Art bis weit über die Landesgrenzen hinaus. 30.000 gezählte Besucher und mehr LEBEN seit 24 Jahren an diesem einen Wochenende im September Mittelalter pur- und diese Zeitreise hat nichts an Faszination und Attraktivität eingebüßt.Die vielen verschiedenen Veranstaltungen fügen sich in der Kulturwoche wunderbar zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Für mich zählt der Reisebericht von und mit Lois Gruber „von Lausanne nach Rom“ zu den Fixpunkten in meinem persönlichen Kulturwochenprogramm. In seiner unverwechselbaren, unkonventionellen Art berichtet er über seine Fußmärsche quer über den Globus und präsentiert Plätze, die sonst niemand kennt. Als Programmpunkt höchster Brisanz sehe ich die Buchpräsentation „Brandstätter versus Brandstetter“ am 13. September um 18 Uhr an. Wolfgang Brandstetter und Helmut Brandstätter, zwei hervorragende Persönlichkeiten aus Politik und Medienwesen - zwei Lebensbereiche, einer ohne den anderen undenkbar - präsentieren ihr gemeinsames Buch, stellen sich Publikumsfragen und stehen im Anschluss für eine Signierstunde bereit. Der Kulturwochenbogen, so farbenprächtig wie ein Regenbogen, spannt sich weiter zu einem Workshop für Kinder, bei dem diese aufgerufen sind, ein Maskottchen für die Stadtbücherei zu entwerfen, das in unverwechselbarer Weise auf den neuen Themenschwerpunkt unserer Stadtbücherei, nämlich Kinder und Jugendliteratur, hinweisen soll. Konzerte, wie etwa das der drei Eggenburger Tenöre am 13. Oktober im Lindenhofsaal, zeigen welch große Ressourcen an Talenten Eggenburg in sich birgt. Die heurige Kulturwoche endet zwar offiziell mit Ende Oktober, der Veranstaltungsreigen reißt aber hier nicht ab, sondern reicht bis tief in den Advent hinein.

Tips: Seit wann sind Sie und Frau Jarmer verantwortlich für das Projekt?

Elisabeth Stangl: Stadträtin Margarete Jarmer übernahm im Vorjahr das Kulturreferat der Stadt Eggenburg. Im Vorjahr noch ein Projekt ihres Vorgängers, Stadtrat Josef Kirbes, zeichnet nun die neue Stadträtin dafür verantwortlich. Ich persönlich arbeite seit 2013 daran mit. Diese Tätigkeit hat sich in den letzten Jahren immer mehr intensiviert und bereitet mir große Freude.

Tips: Eggenburg- was bedeutet diese Stadt für Sie? Was hat die Stadt zu bieten und was schätzen Sie am meisten?

Elisabeth Stangl: Ich bin hier geboren, allerdings trieb es mich dann für meine Studienzeit nach Salzburg, eine Stadt, die für mich zur zweiten Heimat geworden ist. Nach einem Abstecher nach Wien, kehrte ich mit und vor allem wegen der Familie gerne nach Eggenburg zurück. Eggenburg, wo ich mich schon als Kind geborgen fühlte, war auch für meine Kinder ein wunderbarer Platz, aufzuwachsen. Die Franz-Josef-Bahn ermöglicht die Anbindung an Wien in wirklich unkomplizierter Weise. Die Infrastruktur ist ständig im Ausbau, so dass alle Dinge des täglichen Lebens für alle Altersgruppen problemlos erreichbar sind. Als kulturinteressierter Mensch schätze ich das mannigfaltige Angebot an Veranstaltungen sehr. Ich bin gerne hier zu Hause.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden