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EIDENBERG/ZWETTL. Manfred Hierschläger aus Eidenberg und Klaus Enzenhofer aus Langzwettl liefen beim längsten von der FIS anerkannten Langlaufrennen im klassischen Stil mit. Sie kämpften sich 200 Kilometer lang durch die Wälder Nordschwedens.

Klaus Enzenhofer und Manfred Hierschläger haben sich durch das längste und härteste Langlaufrennen in Nordschweden gekämpft.

Hierschläger hatte schon seit drei Jahren das Verlangen ein längeres Rennen zu bestreiten. Im Internet stieß er auf das historische Langlaufrennen der Sami (Ureinwohner Skandinaviens). Ursprünglich fand dieses Rennen auf Holzskiern auf den Seen in der Region von Jokkomokk statt. Für die damals 220 Kilometer brauchte der Sieger damals 21 Stunden und 22 Minuten. „Nachdem ich das gelesen hatte, spukte das Rennen in meinem Kopf herum“, erzählt Hierschläger.

Gemeinsam mit seinem Freund Klaus Enzenhofer, ebenfalls ein ehemaliger Langläufer, und 328 anderen Teilnehmern nahm er an dem Bewerb teil. „Keiner von uns wusste genau, was uns erwartet. Die Strecke war für jeden unbekannt und keiner von uns wusste, ob wir es schaffen würden.“

Vorbereitet hat sich Hierschläger zuhause aufgrund des fehlenden Schnees mit Skiroller am Radweg. Aufgrund des warmen Wetters in Schweden konnte das Rennen nicht auf der Originalstrecke stattfinden und wurde in die Wälder verlegt, wodurch viel mehr Höhenmeter zu bestreiten waren. Die Strecke wurde auf 200 Kilometer gekürzt, konnte aber vorab nicht besichtigt werden. Ein Rucksack mit Verpflegung wurde zum Bewerb mitgenommen, Kleidersäcke zum Wechseln entlang der Strecke deponiert.

Einbruch nach 110 Kilometern

Um 6 Uhr morgens starteten die abenteuerlustigen Sportler das längste und härteste Langlaufrennen. „Nach 110 Kilometern hatte ich meinen ersten ernstzunehmenden Einbruch. Ich hatte keine Energie mehr“, sagt Hierschläger. „Jetzt war es gut, dass wir zu zweit unterwegs waren. Wir haben geredet und uns gegenseitig motiviert.“ Der Einbruch hielt zirka zwei Kilometer an, dann ging es wieder flott weiter. Nach acht Stunden war auch der zweite Berg überwunden. Unterwegs hielten die Beiden gelegentlich an Labstellen, um wieder zu neuen Kräften zu kommen. Enzenhofer verlor zwischendurch den Teller seines Langlaufstockes und musste eine Weile mit einem Stock Doppelstock schieben.

„Die letzten zehn Kilometer vor dem Ziel gingen wieder sehr gut. Es war flach, sogar leicht bergab und der Applaus der Zuseher hat uns auch motiviert.“ Nach zwölf Stunden und neun Minuten liefen die Beiden gemeinsam ins Ziel ein. „Wir waren sogar schneller als unsere Zielzeit, die bei 14 Stunden lag.“ Im Ziel konnten die Beiden noch gar nicht glauben, dass sie es geschafft haben. „Das Ganze haben wir erst vor dem Schlafen gehen so richtig realisiert. Das Hochgefühl war unbeschreiblich.“ Auf jeden Fall will Hierschläger bald wieder ein ähnliches Abenteuer starten.


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