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Engelhartszell/Ried. Was mit einer kleinen Meinungsverschiedenheit begann, endete zwischen zwei Asylwerberinnen in ihrer Unterkunft in Engelhartszell in einer handfesten Auseinandersetzung.
 

Aus einem Streit wurde eine handfeste Auseinandersetzung. Foto: Weihbold
Aus einem Streit wurde eine handfeste Auseinandersetzung. Foto: Weihbold

Nach einer hitzigen Diskussion zweier Asylwerberinnen eskalierte die Situation. Einer 30-jährigen Nigerianerin wird vorgeworfen eine andere Asylwerberin ins Gesicht gebissen und ihr Schläge versetzt zu haben. Als Krönung hätte sie eine weitere Asylwerberin mit heißem Speiseöl übergossen.

„Stimmt alles nicht. Die Lügen alle“, erklärt die 30-Jährige, die mit ihren beiden Kindern den Gerichtssaal betritt. „Sie hat begonnen mich anzugreifen und hat mich in die Brustwarze gebissen“, bekräftigt die Angeklagte, „ich habe nur versucht mich zu verteidigen. Ich bin ja keine Kämpferin“, erklärt die Nigerianerin, die mittlerweile in einem anderen Asylheim untergekommen ist. Woher dann die Verbrennungen am Oberschenkel der Frau kommen, wollte die Richterin wissen? „Der Topf ist zu Boden gefallen und sie ist darauf gestürzt“, erklärt die 30-Jährige. Ihr wird darüber hinaus vorgeworfen, eine weitere Asylwerberin mit den Worten „Ich bringe dich um und bin bereit dafür ins Gefängnis zu gehen“ zu einer Falschaussage zu zwingen versucht zu haben. Die geladenen Zeuginnen schildern die Geschehnisse vollkommen anders. „Es gab immer wieder Probleme und kleinere Streitereien. Ich habe gesehen, wie sie (die Angeklagte, Anm.) die andere Frau an den Haaren gepackt und ihr das Gesicht zerkratzt hat. Mir hat sie dann gedroht“, erklärt die Zeugin. Die Verhandlung brachte an diesem Tag noch kein Ergebnis, sie wurde aufgrund weiterer Anträge vertagt.


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