Rotes Kreuz Engelhartszell setzt auf schnelle Hilfe und braucht Helfer
ENGELHARTSZELL. Als erste Ortsstelle im Bezirk Schärding hat sich das Rote Kreuz in Engelhartszell dafür entschieden ein First Responder System für ihren rettungsdienstlichen Versorgungsbereich (Engelhartszell, St. Aegidi und Waldkirchen) einzurichten. 15 Rettungssanitäter stehen ab sofort für die Sicherheit der Bevölkerung zur Verfügung.

Die First Responder sind als ausgebildete Rettungssanitäter eine Ergänzung der Rettungskette. Die Aufgabe des First Responder ist, im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens oder des Notarztes durch qualifizierte Erste Hilfe zu überbrücken sowie bei Unfällen oder unklaren Situationen der Leitstelle Innviertel Rückmeldung zur Notfallsituation zu geben und bei Bedarf auch den Notarzt oder Rettungshubschrauber einzuweisen.
Einsatz von First Respondern
Unter der Führung des neuen Dienstführenden Manuel Wenzl stehen die First Responder ab sofort zur Verfügung und werden je nach Notfallgeschehen gleichzeitig mit dem nächst verfügbaren Rettungswagen über die Rettungsleitstelle Innviertel per Telefon alarmiert und zum Einsatzort geschickt, falls sie gegenüber dem ersteintreffenden Rettungsfahrzeug einen Zeitvorsprung haben! Ob ein First Responder zum Einsatzort kommt hängt also davon ab, wie schnell ein Rettungswagen am Einsatzort sein kann, wie dringend der Notfall ist und ob einer der Mitarbeiter dein Einsatz übernehmen kann.
Erkennungszeichen
Sie sind mit einem Notfallrucksack ausgestattet, der ihnen ermöglicht, qualifizierte Ersthilfe zu leisten. Da die First Responder diese Aufgabe ehrenamtlich in ihrer Freizeit übernehmen, kommen sie bei einem Notfall mit ihrem Privat-PKW zum Einsatzort und sind im Einsatz an der Rot-Kreuz-Dienstbekleidung oder jedenfalls einer Rot-Kreuz-Warnweste erkennbar.
Gewinn für die Bevölkerung
„Die First Responder Gruppe ist ein absoluter Gewinn für die Bevölkerung der Gemeinden Engelhartszell, St. Aegidi und Waldkirchen“, erklärt Rotkreuz-Bezirksgeschäftsleiter Florian Kurz. „Trifft ein Notruf bei uns ein werden wir in Zukunft die Möglichkeit haben, viel schneller vor Ort sein zu können um die wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen einzuleiten und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens zu überbrücken.“
Aufstrebende Ortsstelle im Donautal sucht dringend Mitarbeiter
Das Rote Kreuz Engelhartszell erfreut sich an einer Vielzahl von Mitarbeitern in den Rot-Kreuz Jugendgruppen sowie Sozialdienstgruppen, welche in den letzten Jahren stark gewachsen sind. Im Rettungsdienst hingegen werden dringend neue Mitarbeiter gesucht. Bezirksgeschäftsleiter Florian Kurz erklärt: „Leider führt die demographische Entwicklung speziell im Donautal zu einer immer schwieriger werdenden Situation, dass wir zu wenig Mitarbeiter finden. Mit großer Dankbarkeit sehe ich, dass die Mitarbeiter der Ortsstelle Engelhartszell großartige Leistungen vollbringen und mit Freude und Engagement den Rettungsdienst an der Ortsstelle Engelhartszell sicherstellen. Mit der neuen Dienstführung und vielen gesetzten Maßnahmen versuchen wir nun speziell im Rettungsdienst die bestehenden Mitarbeiter zu entlasten und zusätzliche Mitarbeiter zu finden. Um den Rettungsdienst langfristig sicherstellen zu können ist unser Ziel in den nächsten zwei Jahren rund 15 zusätzliche freiwillige Mitarbeiter zu gewinnen.“
Bürgermeister unterstützen Mitarbeitersuche
„In den Grundsätzen des Roten Kreuzes steht die Menschlichkeit und Freiwilligkeit im Vordergrund. Das Rote Kreuz braucht Freiwilligkeit, um Menschlichkeit ausüben zu können“, so der Engelhartszeller Bürgermeister Roland Pichler und appelliert an die Bevölkerung „sich freiwillig in den verschiedenen Bereichen des Roten Kreuzes der Ortstelle Engelhartszell zu engagieren.“
„Aus unserer Gemeinde gibt es traditionell viele freiwillige Mitarbeiter beim Roten Kreuz“, erzählt Bürgermeister Eduard Paminger aus St. Aegidi stolz: „Damit das auch so bleibt möchte ich alle interessierten jungen Leute einladen sich für die Mitarbeit im Rettungsdienst zu melden. Ihr könnt damit neben einer unverzichtbaren sozialen Aufgabe mit euren Freunden auch sehr viel Spaß haben.“
Und auch Bürgermeister Herbert Strasser aus Waldkirchen am Wesen unterstützt das Rote Kreuz: „Ein funktionierendes Rotkreuz-System ist keine Selbstverständlichkeit, sondern basiert auf möglichst vielen Freiwilligen. Zur Aufrechterhaltung des Standards ist sicher das geplante First Responder System eine positive Überlegung. Trotzdem sind wir alle gefordert und wer irgendwie kann, soll bitte einen Teil der Freizeit für die sinnvolle Mitarbeit beim Roten Kreuz zur Verfügung stellen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden