Rettungskette rettete nach Wespenstich Leben
ENGERWITZDORF. Wolfgang Krichbaumer (74) war alleine zu Hause. Er arbeitete im Garten, als ihn plötzlich zwei Wespen stachen. Der Pensionist aus Engerwitzdorf erlitt einen allergischen Schock und setzte noch im letzten Moment einen Notruf ab. Dank des reibungslosen Zusammenspiels der Einsatzkräfte konnte sein Leben gerettet werden.

Der 24. Juli 2017 war ein ganz normaler Sommertag. Wolfgang Krichbaumer war alleine zu Hause und mähte den Rasen im Garten. „Plötzlich spürte ich, dass mich zwei Wespen gestochen haben. Eine in den Kopf und die andere in den Oberarm“, erinnert sich der pensionierte Richter aus Engerwitzdorf an jenen Moment, den er nie wieder vergisst: „In meinem Leben stachen mich schon viele Wespen, deshalb habe ich mir anfangs nicht viel gedacht. Aber auf einmal begann mein ganzer Körper zu jucken. Mein Hals kratzte und die Stimme wurde zunehmend rauer. Ich wusste: Das ist ein allergischer Schock.“
Schneller Einsatz - Leben wurde gerettet
Mit letzter Kraft wählte er 144 und setzte einen Notruf ab. „Gott sei Dank waren die Rettungssanitäter umgehend bei mir“, meint Krichbaumer. „Sie kümmerten sich fürsorglich und betreuten mich, bis der Rettungshubschrauber eintraf.“ Dieser brachte Krichbaumer ins Kepler Universitätsklinikum Linz. Dank der souverän funktionierenden Rettungskette war er nach wenigen Tagen wieder auf den Beinen.
Wichtige Tipps
Rund 700.000 Österreicher zeigen nach einem Stich von Wespen, Bienen oder Hornissen teilweise schwere allergische Reaktionen. Laut Auskünften des Allergienzentrums Floridsdorf sind Wespen für rund 70 Prozent der Allergiefälle verantwortlich. Experten gehen davon aus, dass wegen des warmen Frühjahres im Laufe des Sommers wieder viele Wespen aktiv sein werden. „Wer auf Bienen- und Wespenstiche allergisch reagiert, soll sich vom Arzt Notfallmedikamente verschreiben lassen, die man immer mit dabei hat“, rät der OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden