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Bezirksfeuerwehrkommandant Födermayr fordert höhere Strafen für Brandverursacher

Thomas Lettner, 29.03.2022 08:00

REGION. Seit Ende Februar hält nun bereits eine Trockenphase an, die nach Prognosen auch noch weiterhin bestehen soll. Darum wurde vergangene Woche eine Waldbrandschutzverordnung für die Bezirke Linz-Land und Amstetten erlassen.

  1 / 2   Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr müssen bei Bränden, die oft aus Unachtsamkeit entstehen, eventuell ihr Leben riskieren. (Foto: Weihbold)

Mit der Trockenphase geht eine erhöhte Waldbrandgefahr einher. Nach der Waldbrandschutzverordnung (gemäß § 41 Abs. 1 Forstgesetz 1975) sind nun in den Waldgebieten aller Gemeinden des Bezirks Linz-Land sowie in den Gefährdungsbereichen jedes Anzünden von Feuer und das Rauchen mit sofortiger Wirkung verboten. „Ein Gefährdungsbereich ist überall dort gegeben, wo die Bodendecke oder die Windverhältnisse das Übergreifen eines Bodenfeuers oder eines Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald begünstigen“, heißt es in der Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. Wer das Verbot nicht einhält, dem droht eine Geldstrafe bis zu 7.270 Euro oder eine Freiheitsstrafe bis zu vier Wochen. Bei besonders erschwerenden Umständen können auch beide Strafen verhängt werden.

Brände durch Unachtsamkeit

Bezirksfeuerwehrkommandant Helmut Födermayr sieht dieses Strafausmaß als noch zu gering an. „Die Strafen sollten meiner Meinung nach verdoppelt werden. Freiwillige müssen alles stehen und liegen lassen und ihr Leben riskieren, um die Brände zu löschen. Und wer ersetzt den Unternehmen den wirtschaftlichen Schaden, wenn ihre Mitarbeiter, die bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig sind, während der Arbeit in den Einsatz gehen?“, beklagt er. Immer wieder komme es zu Alarmierungen wegen Flur- und Waldbränden. Hauptsächlich werden diese durch unachtsam weggeworfene Zigaretten, das Sonnenlicht reflektierende Getränkedosen und Glasflaschen oder Lagerfeuer verursacht. „Wenn die Leute nicht so unvernünftig wären und sich nicht so blöd spielen würden, wären die Einsätze nicht nötig. Früher war das den Menschen bewusst, aber heute muss man alles extra sagen. Wem fad ist, der kann sich gerne bei mir melden. Bei der Feuerwehr gibt es genug Arbeit“, sagt Födermayr.

Brand in Ernsthofen

Im Bezirk Amstetten trat vorige Woche aufgrund der momentan anhaltenden Trockenheit ebenfalls die Waldbrandverordnung in Kraft. Seit 22. März gilt diese landesweit in ganz Niederösterreich. Im Bezirk gab es auch schon einige Wald- und Flurbrände. In Ernsthofen waren die Feuerwehren Ernsthofen, St. Valentin und Haidershofen im Einsatz. In unwegsamem Gelände musste in der Nähe einer Bahnstrecke ein Brand gelöscht werden. Die Wehren Thürnbuch, Strengberg und Erla wurden aufgrund eines Entstehungsbrands in Strengberg alarmiert. In einem Garten standen bereits Gegenstände und eine nahe Waldfläche in Brand. Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber bittet nach der Veröffentlichung der Waldbrandverordnung derzeit besonders aufzupassen und nennt wie Kollege Födermayr jene drei Beispiele: „Bitte keine Zigaretten im Wald wegwerfen, bei offenem Feuer und Lagerfeuern aufpassen und keine Gläser achtlos wegwerfen. Denn die können reflektieren und Brände auslösen“, sagt er.


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