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ST. FLORIAN. Kammersänger Herbert Lippert und Pfarrer Ferdinand Reisinger eröffneten ihre gemeinsame Kunstausstellung im Stift St. Florian. Die beiden stellen ihre Kunstwerke vor, die vom Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi inspiriert sind. Bis 18. Dezember ist die Ausstellung sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

St. Florians Bürgermeister Bernd Schützeneder, die Künstler Herbert Lippert und Ferdinand Reisinger, Propst Johann Holzinger und Komponist Rainer Bischof feiern die Vernissage im Altomontesaal des Stifts. (Foto: FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)

Unter dem Titel „Il cantico di frate sole“ (Der Gesang von Bruder Sonne) präsentieren Herbert Lippert und Ferdinand Reisinger ihre Ausstellung im Altomontesaal des Stifts St. Florian. Für die musikalische Begleitung sorgte Rainer Bischof, der eigens zur Ausstellung einen Liederzyklus komponiert und bei der Vernissage uraufgeführt hat. Bis zum 18. Dezember ist die Ausstellung an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Bäume als Symbol

Die Kunstausstellung ist maßgeblich von Assisis „Sonnengesang“ inspiriert, einem Gebet in Form von Lyrik. „Es ist ein Versuch, seine Welt und seine Ansichten in Bildern darzustellen“, so Lippert. „Am Anfang steht die Frage: Welche Darstellung in Bezug auf Franz von Assisi und seinem Sonnengesang ist realisierbar? Ein Mensch, der auf all seinen Reichtum verzichtet und sich für ein Leben in Armut entscheidet und die Natur und das Gebet in seinen Lebensmittelpunkt stellt?“, führt Lippert weiter aus.Im Fokus der Ausstellung steht der Baum als Gleichnis für die Verbindung zwischen Natur und Glaube. Jeder der acht Strophen ist ein Baum in der Ausstellung gewidmet, der Liederzyklus vertont die Vernissage in elf Stücken für Tenor und Klaviertrio, die auf den Inhalt Assisis Bezug nehmen.

Schönheit der Schöpfung

Franziskus von Assisi lebte Anfang des 13. Jahrhunderts in Mittelitalien. Der Sonnengesang ist eines seiner bekanntesten Werke, eine Hymne an Gott, die die Schönheit der Schöpfung preist. Er zeigt Franziskus Beziehung zur Natur. Vermutlich um 1224 gedichtet, ist der Sonnengesang das älteste überlieferte Stück italienischer Literatur.


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