Memorandum: „Kronstorf-Anton Bruckner“
KRONSTORF. Als Resultat intensiver Forschung zum Thema „Bruckner in Kronstorf“ hat der Regionalhistoriker Gerhard Riedl ein 152-seitiges Memorandum veröffentlicht, in dem er bisherige Ergebnisse der Brucknerforschung in Frage stellt.

Der Kronstorfer Regionalhistoriker Gerhard Riedl erklärt, wie es zu dem Memorandum kam: „Weil zu 'Bruckner in Kronstorf' viele Fakten unrichtig oder bereits verfälscht niedergeschrieben wurden, bzw. die Neuinszenierung des Brucknermuseums nicht für Kronstorf spricht, habe ich ein 152seitiges Memorandum herausgegeben. Nach Dissonanzen im Jänner bezüglich Ausstellungsbedeutung, sah ich es für zwingend, mich mit Bruckner näher zu beschäftigen.“
Neue Fakten
Die vielen neuen Fakten aus verschiedenen Archiven überraschten Riedl so sehr, dass er es nun als seine Aufgabe sieht, das Ergebnis den Geschichtsinteressierten vorzulegen. Riedl will damit das lokale Identitätsbild korrigieren und die Bewohner anregen, sich mehr mit ihrer Geschichte zu beschäftigen. Sein Memorandum trägt den Titel: „Kronstorf-Anton Bruckner“ / Comp. und Poet „Vergissmeinnicht- […“ wie im Himmel“.
Jugendjahre
Das Memorandum erscheint zielgenau zum 200. Geburtstag des Musikgenies. Darin wird unter anderem der geringe Rückhalt Bruckners in „seinem“ Stift St. Florian während der Jugendjahre thematisiert. Immerhin fand man für den Lehrergehilfen nach dem Zerwürfnis mit Windhaag, keinen Platz in den Florianer Pfarren. Im Jänner 1843 trat Bruckner die Gehilfenstelle in Kronstorf an. Die Aufnahme Bruckners mit einer Überschneidungszeit ist für den so kleinen Ort echt eigenartig.


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