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ENNS/ST. VALENTIN. Roland Girtler, ausgestattet mit einem Gespür für Kuriositäten, war wieder unterwegs. In seinem Buch „Allerhand Leute“ porträtiert er Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Darunter auch der Ennser Fährmann Karl Haider.

Jahrelang brachte Karl Haider die Passagiere sicher von Ufer zu Ufer. Foto: Wolfgang Brunner
Jahrelang brachte Karl Haider die Passagiere sicher von Ufer zu Ufer. Foto: Wolfgang Brunner

Sieben außergewöhnliche Personen sind es, die in diesem Buch zu Wort kommen. Zu ihnen gehören eine Malerin und Rinderzüchterin, die der hohen Politik den Spiegel vorhielt, ein Prinz, der Vaqueiro (Cowboy) und Tischlergeselle ist, ein ehemaliger Bordellbesitzer, der sich in der Wiener Unterwelt auskannte und ein weites Herz hat, ein Landarzt, der seinen Patienten ein guter Freund war, ein Philharmoniker, der weiß, dass zum Talent der Fleiß gehört, ein Wirtshausmusiker, der Briefträger war und Volksmusikforscher wurde, und schließlich ein Fährmann an der Donau, der seinen Gästen Teile aus dem Nibelungenlied aufzusagen weiß und mit einer Zille auf der Donau bis zum Schwarzen Meer ruderte.

Fährmann Karl Haider

„Kennengelernt habe ich Karl Haider durch meinen Freund Gottfried Kneifel, der wie ich, das Gymnasium Kremsmünster besuchte. Ich bezeichne Gottfried als meinen „Hawara“ und Kumpan. Für die Begegnung mit Karl Haider danke ich ihm sehr“, so Girtler. Haider wuchs mit seiner Mutter in St. Valentin auf und bezeichnet sich selbst als einen Wilden Hund und Grenzgänger. Seine Erlebnisse an der Donau schildert er humorvoll und fesselnd.


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