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ENNS. In einem offenen Brief an Bürgermeister Franz Stefan Karlinger kritisierte eine Ennserin die Totalentnahme der Eschen aus dem Eichbergwald und das Fällen angeblich gesunder Fichten und anderer Baumarten. Tips machte sich bei einem Lokalaugenschein ein Bild.

  1 / 2   Der Großteil der herausgeschnittenen Eschen wird als Faserholz für die Papierherstellung verkauft. Fotos: Thomas Lettner

Der Eichbergwald ist nicht nur im Besitz der Stadtgemeinde Enns, sondern auch im Besitz zweier Privateigentümer. Auch sie werden bald mit den Fällungen beginnen. Die Fällung der Bäume wird im offenen Brief als Kahlschlag bezeichnet und mit der Rodung im Amazonas-Gebiet verglichen. Dabei, so heißt es weiter, würden viele Studien und Experten aus vielerlei Gründen von einer Totalentnahme von Eschen aus einem Wald abraten. Die Bäume könnten schließlich eine Resistenz gegen die Krankheit entwickeln.

Totalentnahme ist notwendig

Roland Schlucker, der Leiter des Dienstleistungszentrums, dementiert diese Aussagen. „Eine Totalentnahme der Eschen aus dem Eichbergwald ist notwendig. Eine gezielte selektive Entfernung der erkrankten Eschen ist nicht möglich, weil bei allen Bäumen die Krankheit augenscheinlich auch von Experten nicht erkennbar ist“, so Schlucker. Ähnliche Maßnahmen würden auch in anderen Wäldern gesetzt werden.

Holz wird verkauft

Zwei Anrainer hegten gegenüber Tips den Verdacht, viele Bäume würden aus wirtschaftlichen Gründen gefällt werden oder gar, um Platz für Baugrund zu schaffen. Auch diese Annahmen weist Schlucker vehement zurück. „Der Markt ist mit Eschenholz gesättigt. Die meisten Bäume werden als Faserholz für die Papierherstellung verwendet“, sagt er. An einigen Baumstämmen (ungefähr 25 Prozent der gefällten Bäume) sind grüne Plaketten angebracht. Bei diesen handelt es sich um höherwertiges Holz, das noch für Tischlerware verwendet werden kann.

Fichten von Borkenkäfer befallen

Gefällt wurden auch fünf Fichten. „Eine Fichte hatte schon leichten Schiefstand, eine andere eine Kronenverfärbung, was auf einen Borkenkäferbefall schließen lässt“, erklärt Bezirksoberförster Alois Auinger. Die Fichten hätten wie die Eschen ohnehin ein Ablaufdatum und müssten ansonsten in den nächsten Jahren in den jungen nachwachsenden Baumbestand gelegt werden.

Junge Eschen bleiben

Auinger betont, dass keine zusätzlichen Bäume geschlägert werden. Ist es doch der Fall, dann weil sie die Fällungen behindern oder von umfallenden Eschen umgerissen wurden. Die jungen Eschen werden nicht gefällt. „In den nächsten Jahren wird sich herauskristallisieren, ob sie vom Pilz befallen sind oder dagegen resistent sind“, erklärt Auinger.


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Erika
Erika
01.01.2020 11:11

Skandal

es ist ein Skandal was passiert. Von Fachpersonal keine Spur zu sehen. Unbegreiflich das in der heutigen Zeit

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Pro Eichbergwald
Pro Eichbergwald
30.12.2019 11:21

Baumfällungen

von den angeblichen "grünen" ist nichts zu hören, weil Sie jetz auch am Fressnapf sitzen wollen. Die derzeitigen Gemeindevertreter sind bei der nächsten Wahl ohnehin Geschichte. Nus dann ist es leider für die Umwelt und den Eichbergwald zu spät. Normalerweise müsste man die Verantwortlichen sofort absetzten und Sie für den Schaden persönlich haftbar machen. Hier wird ohne Hirn und Versand gearbeitet. Das sollen Profis sein??? Wenn man sich diese Zerstörungswut ansieht kommen einem die Tränen

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Gironimo
Gironimo
29.12.2019 23:54

Wo sind die eigentlich die GRÜNEN in ENNS u.warum werden nic

Dass man entlang der Gehwege und des Spielplatzes kranke Bäume entfernt u. für die Sicherheit der Besucher sorgt, ist ja verständlich u. grundsätzlich richtig. Dies können aber echte Baumpflegeprofis mit Gefühl u. Hausverstand durchführen. Aber dieser rücksichtlose u.großflächige Kahlschlag, inkl der Zerstörung von Flora u.Fauna, u. sogar vielen Buchen, Eichen u.Vogelschutzgehölzen sowie Sträuchern ist absolut unfassbar. U.sowas im 21.Jhrd. Das Bienen-, Vogel- u.Insektensterben ist daher kein Wunder. U.das Enns die waldärmste Gemeinde Österreich ist, ist ja kein Wunder u. ein Armutszeugnis der Ennser Politik. Auch im Schloßpark werden ein paar Laufmeter Blumenwiese gemacht. Derweil werden tausende qm2 Wiesen vom Bauhof das ganze Jahr auf ein paar mm niedergemäht, sodass eine bestehende Blumen/Wiesenfläche u.die Artenvielfalt zerstört wurde. Seit die Gemeinde diesen Park angekauft hat, wird rücksichtlos und ohne Hausverstand u. Gefühl gegen die Natur u. Umwelt vorgegangen. Die großflächigen Kahlschläge macht die Stadtgemeinde nun nicht nur im Eichberg, sondern auch im Schloßpark- hier gibts genauso flächenweise einen Kahlschlag von Buchen uvm., u.nicht nur von kranken Eschen. Sogar gesunde u hundertjährige Buchen wurden gefällt. Vor ein paar Jahren hat die Gemeinde, sogar Sträucher u.Bäume entlang der Enns großflächig geschlägert. Es scheint, dass die Gemeinde ENNS, ein Geschäft mit den rücksichtlosen Schlägerungen und Naturzerstörungen machen will u. das Holz billig in das Biomassekraftwerk Ennsdorf verschleudert, usw.? U. die GRÜNEN in ENNS? Kein Wort u.kein GRÜNER Widerstand zu diesen großflächigen Zerstörungen in den Ennser Erholungsgebieten! Warum werden hier nicht die Experten der Natur- u.Umweltbehörden des Landes OÖ.eingeschaltet u. eingebunden und die Gemeinde aufgefordert, diese unnötigen Naturzerstörungen sofort zu stoppen. Eine völlig abgehobene Gemeindepolitik u. völlig überforderte u.meist desinteressierte Lokalpolitiker, machen solche massiven Natur-u.Umweltsünden in Enns erst möglich. U. dies in Zeiten des Klimaschutzes! Die verantwortliche Gemeindevertretung schadet nun im 21.Jhrd.,der Umwelt, der Natur u.den hier wohnenden Menschen in der Region für viele Jahre.

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Karlimax
Karlimax
25.12.2019 18:32

KEINE Rodung!

Der Begriff "Rodung" wird taucht in diesem Fall immer wieder auf, wird aber falsch verwendet. Von einer Rodung spricht man, wenn die Gehölze (inkl. Wurzeln) entfernt werden, um den Wald einer anderen Nutzung (z.B. Bauland) zuzuführen. In Österreich herrscht ein Rodungsverbot, d.h. Rodungen werden nur in Ausnahmefällen bei öffentlichem Interesse unter Einbehaltung diverser Auflagen (Ersatzaufforstungen) bewilligt. Im Falle des Eichbergwaldes wird der Wald keiner anderen Nutzung zugeführt. Die Fällung ist in diesem Fall als reine forstwirtschaftliche Massnahme zu betrachten.

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Anwohner
Anwohner
24.12.2019 14:42

Einzelbaumentnahme

Wenn man mit Einzelbaumentnahme die Fällung aller Baumarten mein liegt man richtig. Auch gesunde Bäume werden leider entnommen. Schade das man von den "grünen" dazu keinen Ton hört. Entlang der Gehwege wäre dies in Ordnung. Da darf man doch in keinen Wald mehr einen Fuß reinsetzten wenn das legitim ist.

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Der Ennser
Der Ennser
24.12.2019 12:16

Rodung ist zutreffend

Die Aussage der Rodung und der Vergleich stimmt. Macht Euch selbst ein Bild davon. Unvorstellbar diese Zerstörung. Normalerweise müsste es ein Amtsenthebungsverfahren gegen die zuständigen Personen geben. Hier läuft einiges schief in der Gemeinde.

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Rafael
Rafael
24.12.2019 12:55

Rodung

Gut dass da so viele Spezialisten am Werk sind. Das sind dann genau diejenigen, die am lautesten aufschreien, wenn etwas passiert und ein Baum umstürzt. Es wurde in dieser Angelegenheit umfangreich informiert. Manche Menschen sind allerdings so weit weg von der Realität, dass es eine Freude ist. Frohe Weihnachten.

n
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XYV
XYV
24.12.2019 14:48

Ganz genau

JA JA

n