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ENNS. Die „Raumwende“ von Architektin Annerose Willam in der Linzerstraße sperrt am 6. August zu. Bis dahin läuft noch der Schlussverkauf.

Annerose Willam schließt ihr Geschäft und kehrt nach Vorarlberg zurück. Foto: Thomas Lettner
Annerose Willam schließt ihr Geschäft und kehrt nach Vorarlberg zurück. Foto: Thomas Lettner

„Ausschlaggebend für die Schließung sind wirtschaftliche Gründe“, sagt Willam, die die Raumwende 2013 eröffnete. Zuvor waren in den Räumlichkeiten ein Gasthaus und ein Fairtrade-Geschäft untergebracht. Mit ihren Erzeugnissen setzt die Raumwende ein Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften konträr zur Wegwerfgesellschaft. Alte Lampen, Inneneinrichtungsgegenstände und Kleinmöbel werden repariert und erneuert oder in anderer Form aufbereitet. Annerose Willam arbeitet vorwiegend mit Kleister und Spezialpapier und zaubert daraus Dinge wie Lampenschirme. Ihr Mann Fritz Gelbmann ist Besitzer des Upcycling in der Pfarrgasse und macht in seiner Werkstatt aus gebrauchten Sachen neue kreative Gegenstände.

Umzug nach Vorarlberg

„Ich gehe mit zwei dicken weinenden Augen“, sagt Willam, die erstmals mit 13 Jahren bei einer Österreich-Rundfahrt nach Enns kam und sich auf Anhieb in die Stadt verliebte. Gemeinsam mit ihrem Mann wird die Vorarlbergerin nach der Schließung in ihre Heimat - die Marktgemeinde Egg im Bregenzerwald - ziehen und dort weiterhin eine Werkstatt betreiben. Der Kontakt zur Stadt Enns wird aber nicht abreißen. Gelbmann wird sich das Upcycling noch zwei Jahre lang behalten. Die beiden sind außerdem Mitglieder des Singvereins Enns 1919 und werden bei der nächsten Revue als Solisten auftreten.


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