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Leserartikel Julia Karner, 05.11.2020 08:42

ST. VALENTIN. An der Sportmittelschule (SMS) St. Valentin/Schubertviertel stehen den Junglehrern gleich zwei ausgebildete Mentorinnen zur Seite.  

Mentorinnen Erna Hattmannsdorfer und Sigrid Eder-Schichl mit Mentees Kevin Weichinger und Linda Kling (Foto: SMS St. Valentin)

Mit dem Studienjahr 2015/16 wurde die Lehrerausbildung in Österreich vollständig reformiert. Die Grundausbildung für Sekundarstufe dauert nun vier Jahre und verlangt im Anschluss ein Masterstudium, das weitere zwei Jahre in Anspruch nimmt. Das heißt, die Studienzeit hat sich insgesamt auf sechs Jahre verdoppelt.

Weitere Neuheit

Das erste Dienstjahr als Lehrer nennt sich nun Induktionsjahr und in dieser Zeit wird den Junglehrern ein ausgebildeter Mentor zur Seite gestellt, der diese in der Eingangsphase coacht. Mentoren betreuen bis zu drei Junglehrer gleichzeitig und sind derzeit in Österreich absolute Mangelware. Die Sportmittelschule St. Valentin/Schubertviertel ist in der glücklichen Lage, gleich über zwei ausgebildete Mentorinnen zu verfügen. Coaching ist an der SMS ohnehin nichts Neues. Bereits seit zwei Jahren setzt die Schule auf Potenzialfokussierte Pädagogik und arbeitet eng mit niemand Geringerem als dem Wiener Institutsleiter Günter Lueger zusammen.

Der Mensch im Mittelpunkt

Bei Potenzialfokussierter Pädagogik steht der Mensch im Mittelpunkt. Das Kind wird mit all seinen Stärken und Schwächen als individuelle Persönlichkeit wahrgenommen und speziell in seinen Stärken gefördert. Es lernt, Eigenverantwortung zu übernehmen und in kleinen Schritten eine potenzialfokussierte Entwicklung zu durchlaufen. Der Lehrer steht als Coach zur Seite und begleitet, fördert und bestärkt das Kind auf seinem individuellen Weg. Das Lehrerteam der Sportmittelschule ist überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, um die “Young Generation“ – egal ob Kinder oder Lehrer – fit für die Zukunft zu machen. „Ich bin seit zirka 20 Jahren als Praxispädagogin in der Studentenausbildung tätig und freue mich als ausgebildete Mentorin nun auch junge Kolleginnen und Kollegen bei ihrem persönlichen Berufseinstieg begleiten zu dürfen“, resümiert Mentorin Erna Hattmannsdorfer.


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