Buch „Netz-Werk-Bahn“ veranschaulicht die Anfänge der Eisenbahn in Oberösterreich

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Heimatforscher Gerhard Riedl geht in seinem neuen Buch auch auf den bedeutenden Ennser Georg Ritter von Aichinger und „Waffenkönig“ Josef Werndl ein. (Foto: Gerhard Riedl)
Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 21.04.2021 07:00 Uhr

KRONSTORF. Heimatforscher Gerhard Riedl aus Kronstorf hat vor Kurzem sein neues Buch „Netz-Werk-Bahn“ veröffentlicht. Darin veranschaulicht er die Anfänge der Eisenbahn und legt einen starken Fokus auf Oberösterreich.

Die erste große Eisenbahnstrecke für den öffentlichen Verkehr wurde 1830 in England zwischen Liverpool und Manchester eröffnet. In Oberösterreich wurde Mauthausen als erster Ort mit der Eisenbahn in Verbindung gebracht. Mauthausen war für den Transport des „Gmundner Sudsalzes“ und von Holz bis Budweis und entlang der Donau sehr wichtig. In dem damaligen Verteilsystem spielte auch der Ennser Salzhafen eine bedeutende Rolle, wo bereits um 1340 eine Infrastruktur in Enghagen aufgebaut wurde.

Anschluss von Steyr

Das Eisenbahnnetz in der Habsburgermonarchie wurde ständig erweitert. 1858 überquerte die Elisabeth-Westbahn, die Wien mit Salzburg verband, erstmals die Enns. Zwölf Jahre später brachte die Kronprinz Rudolf-Bahn Güter und Personen durch das Ennstal an die Adria. St. Valentin wurde Bahnknotenpunkt für Anschlüsse in alle Himmelsrichtungen. Generaldirektor wurde der gebürtige Ennser Georg Ritter von Aichinger. Besonders ihm und Josef Werndl, dem einst reichsten Mann Oberösterreichs, ist es zu verdanken, dass Steyr an die Eisenbahn angeschlossen wurde. Die beiden wurden auch Besitzer der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks- und Eisenbahngesellschaft und eines Bergwerks an der Adria. Die guten Freunde funktionierten die „Werndler‘sche Waffenfabrik“ zu einer Aktiengesellschaft um und engagierten sich im Eisenbahnbau und der Kohleschürfung, um die Waffenproduktion mit niedrigen Rohstoffpreisen zu stützen.

Wichtig in den Weltkriegen

Die Eisenbahn entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrzehnten zu einem wichtigen Transportmittel für die Wirtschaft, Reisende und das Militär. Riedl geht in seinem Buch auch auf die Bedeutung des Ennser Bahnhofs während des Ersten Weltkriegs und St. Valentins im Zweiten Weltkrieg ein.

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