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ENNS. Goldhaubengruppen gehören zum Fixpunkt kirchlicher Feste und Bräuche. Neben Brauchtums- und Kulturpflege stehen bei den Goldhauben auch karitative Aktionen im Vordergrund.

  1 / 2   Die Goldhauben wirken bei Gottesdiensten, Festen und Bräuchen wie bei der Kräuterweihe mit. (Foto: Goldhauben Enns)

„Ursprünglich war die Goldhaube im Gegensatz zu den schwarzen Kopftüchern der Bäuerinnen auf dem Land das Kleidungsstück der bürgerlichen Damen in den Städten und ein Statussymbol für Wohlstand. Früher wurde die Goldhaube in der Familie weitervererbt. Heute wird sie meistens gekauft“, berichtet Claudia Grims, Obfrau-Stellvertreterin der Ennser Goldhauben. Gegründet wurde die Gruppe im Jahr 1980. Zurzeit gehören 43 aktive Goldhaubenfrauen, drei Häubchenträgerinnen und sechs Buben zur Ennser Gruppe. Grims entschloss sich nach einem Dirndlnachmittag, sich dem Frauenverein anzuschließen. Männer sind aber nicht ausgeschlossen und können Ehrenmitglied im Verein werden. Ein prominentes Beispiel ist Ex-Bundesratsmitglied Gottfried Kneifel.

Spenden für soziale Zwecke

Die Goldhauben wirken hauptsächlich bei Gottesdiensten und Festen mit. Sie beteiligen sich bei der Kräuterbüschel-Weihe in den Pfarren St. Marien und St. Laurenz, gestalten die Jubelpaarmesse, treten bei Hochzeitsjubiläen und Ausstellungen auf, veranstalten Kurse und gemeinsame Ausflüge und binden die Erntedankkrone. Bei karitativen Veranstaltungen wie dem Guglhupf-Verkauf am Hauptplatz werden Spendengelder für soziale Zwecke eingenommen. Im September sind die Goldhauben bei der Fahnen-Präsentation im Museum Lauriacum dabei. „Wir haben uns an der Restauration der Weber-Fahne finanziell beteiligt“, sagt Grims. Ein Stand beim Adventmarkt ist auch wieder geplant.

Lustige Gemeinschaft quer durch alle Altersschichten

Dass die Goldhauben oft als „Krampfaderngeschwader“ bezeichnet werden, will Grims nicht gelten lassen. „Wir sind eine lustige Gemeinschaft quer durch alle Alters- und Gesellschaftsgruppen“, sagt sie. Immer am letzten Mittwoch des Monats findet um 19 Uhr beim Platzhirsch das Monatstreffen in „Zivilkleidung“ ohne Tracht statt. Interessenten sind dabei herzlich willkommen. Um auch ältere Mitglieder ins Vereinsgeschehen einzubinden, gibt es ebenfalls einmal im Monat einen Vormittags-Kaffeetreff im Brotgwölb.


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