Dr. Kusolitsch: „Ich habe Angst vor der Krankheit, nicht vor der Impfung“

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Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 02.12.2021 10:25 Uhr

REGION/ST.VALENTIN. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat den Corona-Impfstoff für Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren am vergangenen Donnerstag zugelassen. Tips hat mit dem Kinderarzt Gerhard Kusolitsch über diese neue Möglichkeit gesprochen.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden in Österreich tausende Kinder „off-label“ geimpft. Nach der offiziellen Zulassung durch die EMA hat auch das Nationale Impfgremium vergangene Woche seine Empfehlung ausgesprochen. In Oberösterreich und Niederösterreich stehen seit dem Wochenende eigene Impftermine für Kinder bereits auf der Buchungsplattform zur Verfügung. Zuvor konnte man sich dafür auch schon vormerken lassen und erhielt dann eine Einladung.

„Wegen Off-Label-Impfungen gab es in meiner Ordination eigentlich vorher kaum Anfragen, aber jetzt wollen viele Eltern von mir wissen, ob sie ihre Kinder impfen lassen sollen“, berichtet Kinderarzt Gerhard Kusolitsch aus St. Valentin. Seine Antwort darauf: „Ich würde mein Kind, wenn es fünf Jahre alt ist, auf jeden Fall impfen lassen“, so der Mediziner überzeugt. „Man muss keine Angst vor der Impfung haben, sondern man sollte sie vor der Krankheit haben.“ In seiner Ordination kann der Mediziner die Impfungen nicht durchführen. „Es tut mir sehr leid, weil ich ein leidenschaftlicher Impf-Fan bin, aber es geht sich zeitlich einfach nicht noch zusätzlich aus.“

Impfung besonders wichtig bei Kindern mit Vorerkrankungen

Eltern, die unsicher sind, möchte der Kinderarzt aber jedenfalls empfehlen, die Angebote in den öffentlichen Impfstraßen anzunehmen. „Ich hatte auch schon ein elf Monate altes Kind, das ich ins Krankenhaus schicken musste und ein Kind, das nach einem symptomlosen Krankheitsverlauf nun an Long-Covid leidet“, berichtet Kusolitsch. Auch für Kinder, die zum Beispiel Asthmatiker oder Diabetiker sind, spricht er eine klare Empfehlung aus: „Gerade in solchen Fällen ist es besonders wichtig, die Kinder schützen zu lassen.“

Alle Informationen zu den Terminen findet man für Oberösterreich auf ooe-impft.at und für Niederösterreich auf notrufnoe.com/impfung

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