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Hörsching und Enns sind Hotspots von Sprayern in Oberösterreich

Thomas Lettner, 13.01.2022 15:17

BEZIRK LINZ-LAND/OÖ. Die ÖBB gingen 2021 erfolgreich gegen Graffitis vor. Die Zahl der festgenommenen Täter und der zuweisbaren Schäden ist gestiegen.

 (Foto: Thomas Lettner)
(Foto: Thomas Lettner)

Waren es 2020 noch knapp 1.900 Fälle, so stieg die Zahl 2021 auf über 2.400 (plus 26 Prozent). Die Schadenssumme stieg von 1,2 Millionen Euro pro Jahr auf rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Graffitis sind also kein Kavaliersdelikt, sondern Beschädigung fremden Eigentums. Die ÖBB haben die Gangart gegen Sprayer in den letzten Jahren jedenfalls verschärft. Mittlerweile wird jedes einzelne Graffiti konsequent zur Anzeige gebracht und in einer Datenbank dokumentiert. So können oft auch zurückliegende Delikte einer Person zugewiesen werden. Die ÖBB arbeiten hier eng mit der Polizei und den Behörden zusammen, um die Täter auszuforschen.

Schwerpunktaktionen mit der Polizei

Hotspots der Graffiti-Delikte sind derzeit nach wie vor Wien und Niederösterreich. Im Jahr 2021 wurden in Oberösterreich ÖBB-weit 142 Graffiti gemeldet. Dies entspricht einem Anteil von 6,9 Prozent der österreichweiten Fälle. Der auf Oberösterreich entfallende Anteil der Graffitifälle ist in den letzten Jahren sinkend (2018: 15,2 Prozent, 2019: 12,2 Prozent, 2020: 7,3 Prozent). Die Hotspots in Oberösterreich waren im Jahr 2021 Hörsching (zwölf Fälle), Ebensee (elf Fälle) und Enns (zehn Fälle). Hier wurden beziehungsweise werden entsprechende Maßnahmen gesetzt wie zum Beispiel Schwerpunktaktionen, gegebenenfalls auch mit der Exekutive.

Große Verletzungsgefahr für Sprayer

Das Besprühen von Zügen und Bahnanlagen kann nicht nur sehr teuer werden, sondern auch lebensgefährlich sein. Besonders auffällig ist allerdings, dass Sprayern die Gefahr oft nicht bewusst ist, wenn sie sich illegal Zutritt zu den Bahnanlagen verschaffen. Dort finden auch nachts Verschubtätigkeiten und Zugverkehr statt. Die Züge nähern sich mit hoher Geschwindigkeit und haben lange Bremswege. Die Oberleitungen stehen unter 15.000 Volt Spannung. Hier kann es bereits bei der Annäherung zu einem Stromschlag kommen, wodurch es immer wieder zu tödlichen Unfällen kommt. Es kann auch zu Stürzen im Gleisbereich kommen. Insbesondere besteht auch Verletzungsgefahr auf der Flucht vor dem Bahnpersonal oder der Polizei.


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