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ENNS. Im Jahr 2019 wurde im Bereich des Geologieparks eine Fläche von rund 1.600 Quadratmetern als Hundefreilauffläche eingerichtet. Nach Anrainerbeschwerden soll diese nun wieder geschlossen werden.

Ohne Leine und Beißkorb herumtollen ist an diesem Standort bald vorbei. (Foto: Tannhäuser)
Ohne Leine und Beißkorb herumtollen ist an diesem Standort bald vorbei. (Foto: Tannhäuser)

Das Bellen der Hunde treibt die Anrainer schon länger auf die Barrikaden. Bei der Stadtgemeinde Enns wurden daher immer wieder Beschwerden von umliegenden Bewohnern eingebracht. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll deshalb die Auflassung der Hundefreilauffläche beschlossen werden. „Die Suche gestaltete sich schon damals nicht einfach, nach vielen Jahren wurde dann diese zentrumsnahe Fläche gefunden. Die Belastung der Anrainer ist aber ein immer größeres Thema geworden“, weiß Bürgermeister Christian Deleja-Hotko. Auch eine Unterschriftenliste der Anrainer wurde an die Gemeinde gerichtet mit dem Anliegen, die Zone für Hundebesitzer wieder zu schließen. „Wir haben lange überlegt, aber ich versteh natürlich auch die Lage der Anrainer. Ein einzelner Hund ist nicht das Problem, aber es hat sich immer mehr aufgeschaukelt“, so der Stadtchef im Tips-Gespräch verständnisvoll. Dem gegenüber stehen die Bedürfnisse der Ennser Hundebesitzer, die diese Fläche gerne mit ihren Vierbeinern aufsuchen.

Hundebesitzer hoffen noch auf eine Lösung

„Ich bin sehr oft dort. Ich kann den Lärm nicht bestätigen. Natürlich bellen Hunde und die Leute, die sich dort treffen, unterhalten sich auch“, meint Ingrid Tannhäuser, die mit anderen Hundebesitzern auch eine Unterschriftenliste gestartet hat. „Da sind auch ältere Menschen dabei, die können nicht so weit gehen und sind froh, dass es diese Zone gibt.“ Tannhäuser und auch die anderen Hundebesitzer wünschen sich, dass es noch zu Gesprächen mit beiden Parteien kommt. „Es könnte ja auch eine andere Lösung geben, bevor man die Hundefreilauffläche komplett zusperrt“, so Tannhäuser. Sie könnte sich etwa vorstellen, dass am Sonntag die abgezäunte Fläche zu bleibt, damit an diesem Tag wirklich Ruhe herrscht.

Bürgermeister Christian Deleja-Hotko ist da skeptisch. Wie die Entscheidung am 31. März ausgehen wird, kann er noch nicht sagen: „Man darf nicht vergessen, dass die Menschen, die da leben, schon länger dort sind und nicht woanders hingehen können. Die Hundebesitzer und ihre Hunde schon. Es war ein gut gemeinter Versuch, aber leider müssen wir uns jetzt eingestehen, dass er nicht funktioniert hat. Daran trägt jetzt keine Seite die Schuld, aber so ist es nun.“

Suche nach neuem Standort für Hundefreilauffläche

Die Vertreter der Stadtgemeinde Enns sind aber schon auf der Suche nach einem anderen geeigneteren Grundstück. „Wir haben daraus gelernt, dass das in zentrumsnaher Lage etwas schwierig ist. Die Belastung dürfte für die umliegenden Bewohner einfach irgendwann nicht mehr tragbar gewesen sein. Wir hoffen aber, dass wir bald eine andere Lösung gefunden haben“, zeigt sich Deleja-Hotko optimistisch.


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