Ernsthofner Kommandant „Fuchsi“ als stellvertretender Einsatzleiter in Rumänien
ERNSTHOFEN. Josef „Fuchsi“ Fuchsberger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ernsthofen, übernahm vergangene Woche die stellvertretende Einsatzleitung bei einer EU-Großraumübung in Rumänien.

„Bei der Übung, die von Mittwoch, 12. bis Sonntag, 16. Oktober dauerte, wurden rund um die Uhr Einsatzaufträge mit der rumänischen Einheit gemeinsam abgearbeitet. Insgesamt beteiligten sich an der Übung fünf Nationen, Salzburg war mit dem Modul HPC (Großpumpen) beteiligt“, führt Fuchsberger aus. Man habe sehr wertvolle Erfahrungen gemacht und wichtige Begegnungen mit Einsatzkräften aus anderen Ländern gehabt. „An der hochkarätigen EU-Übung 'Euromodex/ROMODEX 22' in Rumänien im Bereich Sibiu nahmen auch acht Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Amstetten teil“, berichten nach ihrer Rückkehr Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber und sein Stellvertreter Josef Fuchsberger. „Wir waren im Einsatz, um in einem fremden Land, weit ab von den Familien und den heimischen Feuerwehren insgesamt 122 Menschen und elf Tiere zu retten sowie ein autarkes Camp für 82 Einsatzkräfte zu betreiben“, so Fuchsberger.
Über 500 Teilnehmer
23 Fahrzeuge mit 14 Anhängern, weiters drei Arbeitsboote, drei Feuerwehrrettungsboote und sechs Flachwasserboote nahmen die Einsatzkräfte mit. Das Szenario: In einem fiktiven Staat kam es aufgrund langanhaltender und starker Regenfälle zu Überschwemmungen. Im betroffenen Gebiet leben ca. 400.000 Menschen. Mehrere tausend Menschen müssen evakuiert werden, es gibt zahlreiche Tote, Verletzte und Vermisste. Der Staat fordert über den EU-Zivilschutzmechanismus mehrere Hilfs-Module an. Niederösterreich stellt das „flood rescue using boats (FRB)-Modul“ bereit. Ziel der Übung war die Zusammenarbeit mit Einsatzkräften und Modulen anderer Staaten bzw. dem Modul aus Salzburg. Vor Ort wurde ein autarkes Camp errichtet, in dem die NÖ Feuerwehrmitglieder die nächsten Tage verbrachten. Insgesamt nahmen über 500 Personen verschiedenster Nationen an der Übung teil. Im Zuge der Übung fand auch die Rezertifizierung des „flood rescue using boats (FRB)-Modul“ des NÖ Landesfeuerwehrverbandes statt. Das Modul war bereits vergangenen Sommer bei der Flutkatastrophe in Belgien im Einsatz.
Erfolgreiches Zusammenspiel
Aus dem Bezirk Amstetten waren, neben Rudolf Katzengruber (FF Euratsfeld) und dem Ernsthofner Kommandanten Fuchsberger, auch von der FF Strengberg Alexander Pötsch, Johann Abel, Robert Gschwandtner und Stefan Hagler dabei sowie Gregor Schnöll (FF Ernsthofen) und Markus Schallauer (FF Amstetten). Vertreter der Europäischen Kommission sowie der lokalen Behörden und Feuerwehrkräfte lobten in deren Ansprachen das Zusammenspiel aller Module und hoben hervor, dass das Ziel, den Menschen in den betroffenen Regionen zu helfen, über allem stehe und es unerheblich sei, wer mit wem zusammenarbeitet. Dies zeigte auch die Statistik über die Anzahl der geretteten Menschen während der Übung. Bei der Abschlusszeremonie erhielten alle teilnehmenden Module eine Gedenkurkunde an diese eindrucksvolle und fordernde Übung.


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