Schottland-Reise mit Folgen: Liebe zum Whisky währt seit 35 Jahren
HARGELSBERG. Fritz Hofmann mag es, wenn es regnet. Denn eine alte schottische Weisheit besagt: „Der Regen von heute ist der Whisky von morgen.“ Der 55-Jährige hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und sich als „The Malter“ auf Verkostungen von edlen Whiskysorten spezialisiert. Er gilt als gefragter Experte in Sachen Whisky & Co.

Fritz Hofmann und der Whisky – das ist eine Liebesgeschichte, die im Jahr 1988 begann. Damals hatte er als 20-Jähriger mit Freunden Schottland besucht und bei einer Führung durch eine Brennerei erstmals einen edlen Whisky verkostet. Von da an war es um ihn geschehen. Eine wahre Geschmacksexplosion sei es gewesen, die ihm von diesem Tag in Erinnerung blieb, erzählt Hofmann. Aus einer anfänglichen Faszination wurde eine Leidenschaft, die von Jahr zu Jahr zunahm.
„Es war die Vielfältigkeit dieses Getränks, die mich in ihren Bann zog. Whisky kann so viele unterschiedliche Nuancen haben. Es bleibt immer spannend“, sagt der Hargelsberger. Mit den Jahren erweiterte Hofmann stetig sein Wissen auf dem Gebiet dieses schottischen und irischen Nationalgetränks und stockte auch seinen privaten Bestand an Whiskys auf.
2018 Gründung der Firma „The Malter“
Eins kam zum anderen: Weil er sich nun längst den Ruf eines Experten auf diesem Gebiet erarbeitet hatte, führte er auch immer wieder unter Freunden und in geselligen Runden Whiskyverkostungen durch. 2018 beschloss der heute 55-Jährige schließlich, Nägel mit Köpfen zu machen. Er gründete nebenberuflich sein Unternehmen „The Malter“ und meldete ein Gewerbe an, in dem er Verkostungen anbietet und sich auf Wunsch auch auf die Suche nach Whiskyraritäten für Kunden begibt. Ganz authentisch – also im Schottenrock-Outfit – kommt er bei den „Tasting-Abenden“ zu seinen Kunden nach Hause oder in die Firma. Zur Einstimmung auf seine Vorführung lässt der Hargelsberger auch gerne Dudelsack-Musik laufen.
Hobby zum Beruf gemacht
„Ich habe quasi mein Hobby zum Beruf gemacht. Bisher habe ich in meiner Freizeit ständig anderen vom Whisky vorgeschwärmt – seit einigen Jahren kann ich dies auf professioneller Basis tun. Was gibt es Schöneres?“, so Hofmann.
Nur eine konnte er bis dato nicht von den Vorzügen des Whiskys überzeugen: seine eigene Frau. „Er schmeckt ihr einfach nicht. Aber immerhin akzeptiert sie meine Faszination für dieses Getränk und unterstützt mich, wo sie nur kann“, sagt der Hargelsberger schmunzelnd. Verständlich, denn gegen eine Leidenschaft ankämpfen, die bereits seit 1988 besteht? Das ist sowieso zwecklos.
Je länger man mit Hofmann spricht, desto mehr kommt man zur Erkenntnis: Irgendwas muss wohl doch dran sein an diesem Getränk, von dem Kenner auf der ganzen Welt schwärmen.
Teuerster Whisky der Welt um 2,5 Millionen versteigert
Immerhin wurde kürzlich der teuerste Whisky aller Zeiten um die stattliche Summe von 2,5 Millionen Euro versteigert. „Man sieht: Ich bin nicht der einzige mit einem Whisky-Spleen“, sagt der Hargelsberger augenzwinkernd.
Sein größter Schatz in seiner privaten Whisky-Sammlung ist übrigens eine Flasche Single Malt, die er vor einigen Jahren um 180 Euro gekauft hat und die mittlerweile 3.000 Euro wert sei, erzählt Hofmann. Whisky als Geldanlage zu betrachten, ist aber grundsätzlich nicht seine Sache: „Whisky ist zum Trinken und nicht zum Anschauen da. Wäre ja ewig schade um den herrlichen Genuss!“
Nähere Infos zu den Verkostungen und Produkten unter www.themalter.at


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