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„Marlene näht“: Ennserin lebt beruflich ihre große Leidenschaft aus

Leserartikel Gerlinde Riegler-Aspelmayr, 05.03.2024 10:54

ENNS. Beim Nähen und Besticken vergisst die 41-jährige Ennserin Marlene Panhuber Zeit und Raum um sich herum. Was lag da näher, als aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Der Name ihres kleinen Nähateliers ist gleichzeitig Programm: „Marlene näht“.

Marlene Panhuber in ihrem Nähatelier. (Foto: privat)
  1 / 5   Marlene Panhuber in ihrem Nähatelier. (Foto: privat)

Marlene Panhuber lebt nach dem Motto: „Wenn du liebst, was du tust, musst du nie wieder arbeiten.“ Ihr Beruf ist gleichzeitig ihre große Leidenschaft. „Das Nähen wurde mir schon in die Wiege gelegt. Meine Oma begeisterte sich ebenfalls sehr fürs Nähen und Schneidern. Sie fertigte meiner Schwester, meinen Cousinen und mir immer wunderschöne Kinderkleidung an. Wir freuten uns über jedes neue Stück und trugen es mit Stolz, weil es ja nicht von der Stange kam, sondern eben selbst gemacht und somit etwas ganz Besonderes war“, erinnert sich die 41-jährige Ennserin.

Lange übte die gebürtige Thalingerin ihre Nähleidenschaft als Hobby aus. Nach der Karenzzeit beschloss die zweifache Mutter schließlich, Nägel mit Köpfen zu machen und nicht mehr in ihren Beruf als Büroangestellte zurückzukehren, sondern ein Gewerbe anzumelden.

Individuell bestickbar

Der Großteil ihrer selbst gemachten Produkte ist dem Baby- und Kleinkind-Bereich zuzuordnen. Das Sortiment reicht hier etwa von Babydecken, Wickeltaschen, Lätzchen und Mutter-Kind-Pass-Hüllen bis hin zu Hauben und Stirnbändern. Besonders gern wird von Kunden die Möglichkeit angenommen, sich den Namen des Kindes oder eine individuelle Aufschrift auf die jeweilige Textilie sticken zu lassen. Beliebt sind auch die Rucksäcke und Täschchen, die die Ennserin – auf Wunsch personalisiert – erstellt.

Wiederverwenden statt wegwerfen

Ein oft nachgefragter Geschenkartikel sind ihre „Krims-Krams-Tascherl“. „Sie wachsen mit den Kindern mit und können in allen Lebenslagen verwendet werden. Schulkinder nehmen sie etwa gern als Schüttelpenal. Größere Mädchen bewahren oftmals Dinge wie Kosmetiksachen darin auf“, weiß Panhuber und meint weiter: „In Zeiten, in denen so vieles achtlos weggeworfen wird und Textilien scheinbar gar keinen Wert mehr haben, ist es schön zu wissen, dass die Menschen lange Freude an meinen Produkten haben und sie diese auf unterschiedliche Arten weiterverwenden können.“

Eigener Onlineshop

Neben der persönlichen Beauftragung haben Kunden weiters die Möglichkeit, in ihrem Onlineshop eine Bestellung aufzugeben (www.marlene-naeht.at). „Ich erweitere auch ständig mein Sortiment. Man lernt ja mit jeder Bestellung dazu und nimmt neue Dinge ins Programm auf“, so die Ennserin. Impulsgeber sind dabei auch ihre beiden Töchter, die mittlerweile bereits zwölf und 14 Jahre alt sind. „Sie nutzen natürlich gerne die Gelegenheit, sich von mir etwas nähen oder besticken zu lassen. Oft bin ich dann selbst so begeistert, dass ich das entstandene Produkt in mein Sortiment übernehme.“

Talent, Begeisterung & Mut

Die gleiche Freude muss wohl auch ihre eigene Oma verspürt haben, als sie früher für ihre Enkelkinder nähte. Ein gelungenes Beispiel der Vererbung von Talent und Begeisterung.

Wie schön, dass Marlene Panhuber auch den Mut hatte, aus ihrer kreativen Ader einen Beruf zu machen. So kommen auch andere Menschen, die nicht mit der selben Gabe gesegnet sind, in den Genuss, etwas Handgemachtes verschenken zu können.


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